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Teltow-Fläming Der Mann, der mit dem Saxofon tanzt
Lokales Teltow-Fläming Der Mann, der mit dem Saxofon tanzt
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11:45 30.05.2016
Christoph Sinnen spielte Stücke aus seinem neuen Soloprogramm im Festsaal der Grünen Passage. Quelle: Gudrun Ott
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Blankenfelde

Der Saxofonist Christoph Sinnen überraschte am Sonnabendabend im Festsaal der Regenbogen Musik- und Kunstschule in Blankenfelde sein Publikum mit einem außergewöhnlichen Sologramm. „Ich mag die Leute hier total gern, darum wollte ich hier die Premiere machen“, sagte der vielseitige Musiker, der eigene Kompositionen vorstellte und neben Saxofon auch Jazz-Gitarre spielte und sich zu guter Letzt auch an den Flügel setzte.

Fluch oder Segen

„Als Musiker verschiedene Instrumente zu spielen, kann ein Fluch, aber auch ein Segen sein“, so Sinnen. Der Mann ist vielseitig und unkonventionell, schwärmten die Besucher und entschieden sich für den Segen. Der Siegeszug des im Jahr 1840 vom Instrumentenbauer Adolphe Sax erfundenen Saxofons begann erst mit der Ära des Jazz. Die von Christoph Sinnen gespielten jazzigen Stücke trugen Namen wie „No More Bus“, It’s Tea Time“, „My Song For You“, „Die Lücke“ oder auch „Jimi Hendrix in der Sparda-Bank“. Und zu jedem Stück erzählte er lakonisch eine kleine Geschichte. Da gibt es einen Freund in Kalifornien, der schreibt Gedichte. Die handeln von der Liebe. Christoph Sinnen wird sie vertonen, versprach er und gab den Besuchern vorerst eine Kostprobe der Versform. Er bekannte sich zu seiner Vorliebe für den elektronischen Sound, zu seiner Lust am Experimentieren.

Getrieben von Neugier

Der am 3. April 1962 in München geborene Sinnen ist nach eigenen Angaben getrieben von notorischer Neugier. Ihn interessiert die Tontechnik, er besitzt ein eigenes Tonstudio und ist musikalisch autark. Seine musikalische Laufbahn war ihm nicht in die Wiege gelegt, war doch sein Vater Rennfahrer und Motorenbauer. Folgerichtig lernte der Sohn im jungen Alter von zehn Jahren schon mal das Autofahren. Doch mit 13 gründete er seine erste Schulband, und von Stund an ließ ihn die Musik nicht mehr los. Er studierte Musik, spielte in mehreren Bands, arbeitet als Musiklehrer für Saxofon, Gitarre und Klavier an der Regenbogen-Schule. „Ich unterrichte hier sehr gern, es bereitet mir viel Freude“, sagte er zwischen dem Wechseln der einzelnen Saxofone. Ja, er spielte sie alle, das Sopran-, das Alt-, das Tenor und das Bariton-Saxofon. Er hielt die Instrumente im Arm wie man eine Geliebte hält. „Er ist der Mann, der mit dem Saxofon tanzt“, meinte ein Besucher in der Pause.

Konzert stand auf der Wunschliste

Monika und Wolfgang Schmidt kommen zu den Konzerten seit sie vor Jahren die Saxofon Gruppe „Pappus Saxband“ hier erlebt haben. Beide freuen sich schon auf die Musical-Gala, die am 8. Juli dieses Jahres startet. Sigrid Uhrig, 82-jährige Blankenfelderin, hatte die Premiere des Soloprogramms von Christoph Sinnen schon lange auf ihrer Wunschliste. Auch Inge Hey-Schröder, Mitglied im Kulturverein Alte Aula, und Eberhard Riesner zählen zu den Stammgästen der Regenbogenschule. Wer ein wenig musikinteressiert ist, ein ganz klein wenig nur, der geht hierher, hieß es.

Unter den Besuchern der Premierenvorstellung waren auch Schüler von Christoph Sinnen. René Quappe gehörte dazu. Er sagte: „Christoph ist ein super entspannter Lehrer und sehr rücksichtsvoll. Man lernt in lockerer Atmosphäre.“ Und die 16 Jahre alte Christine Brettin nannte Sinnen ein Vorbild. Der verabschiedete sein begeistertes Publikum mit den Worten: „Es geht immer darum, Freude zu haben.“

Von Gudrun Ott

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