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Teltow-Fläming Der NPD-Mann sollte die Feuerwehr verlassen
Lokales Teltow-Fläming Der NPD-Mann sollte die Feuerwehr verlassen
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09:00 07.12.2015
MAZ-Autor Martin Küper. Quelle: MAZ
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Königs Wusterhausen

Man darf sich in diesen Tagen glücklich schätzen, nicht Thomas Koriath zu sein. Der Amtsdirektor von Schenkenländchen wird das letzte Wort haben im Fall Reinhard Golibersuch. Und eine „richtige“ Entscheidung wird er kaum treffen können: Belässt er ihn im Amt, wird es heißen, Koriath decke Rechtsextremisten bei der Feuerwehr. Enthebt er den Feuerwehrmann von seinem Posten, ist dem Amtsdirektor der Unmut der Kameraden vor Ort sicher. Aber an der Entlassung des Jugendwarts in Freidorf führt kein Weg vorbei.

Feuerwehrleute sind unverzichtbar für das gesellschaftliche Leben

Die Brandenburger Feuerwehr hatte zuletzt häufiger schlechte Presse, man denke an „Sieg-Heil“-Rufe und Nazi-Musik bei der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt. Viele Feuerwehrleute fühlen sich zu Unrecht attackiert, fürchten, dass sie in die braune Ecke gestellt werden. Dabei wird niemand den Wert der Feuerwehr in Frage stellen, die Dienste der freiwilligen und hauptamtlichen Feuerwehrleute sind unschätzbar. Sie retten nicht nur Leben und helfen bei allen erdenklichen Krisen- und Katastrophenszenarien. Sie sind auch unverzichtbar für das gesellschaftliche Leben, gerade im ländlichen Raum, gerade für Jugendliche.

Die Gefahr, dass ein Klima der Ausgrenzung entsteht, ist groß

Genau deshalb muss Reinhard Golibersuch gehen. Der frühere NPD-Funktionär hat sich nie glaubhaft von seiner Vergangenheit losgesagt. Selbst wenn er seine jungen Schützlinge nicht direkt zu Fremdenhass oder Nationalismus anstachelt, ist die Gefahr groß, dass unter seiner Führung ein Klima der Ausgrenzung und der Ablehnung gedeiht. Und die Feuerwehr als Institution setzt sich dem Verdacht aus, rechte Umtriebe in ihren Reihen tatsächlich zu dulden. Wünschenswert wäre, wenn Golibersuch seinen Posten freiwillig räumte.

Von Martin Küper

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