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Der Neubau des Gymnasiums wächst

Blankenfelde Der Neubau des Gymnasiums wächst

Mit rund neun Millionen Euro ist die Erweiterung des Kopernikus-Gymnasiums das wichtigste Projekt der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow. Im kommenden Jahr soll der Bau fertig sein. Wegen der guten Baukonjunktur ist es gar nicht so einfach, an Materialien zu kommen.

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Die Wände des Erdgeschosses stehen. Allmählich wächst das Obergeschoss des neuen Kopernikus-Gymnasiums in die Höhe.

Quelle: Christian Zielke

Blankenfelde. Nahezu unbemerkt von Öffentlichkeit und fast ohne politischen Streit entsteht derzeit das mit rund neun Millionen Euro größte und teuerste Investitionsprojekt der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow in diesem Jahr. In gut einem Monat wirt Richtfest für den Neubau des Kopernikus-Gymnasiums in Blankenfelde sein.

Andreas Weidlich, in der Verwaltung zuständiger Sachbearbeiter für Hochbau, ist zuversichtlich, dass der Termin am 19. September zu halten ist und man dann die Fertigstellung von Rohbau und Dachstuhl feiern kann. „Wir sind soweit im Plan, auch wenn dieser stramm geschnürt ist“, sagt er. In dieser Woche hat er bereits die Fliesen für die Toilettenräume ausgesucht.

Baufirma hat Schwierigkeiten Beton zu bekommen

Bauen in Boom-Zeiten stellt Bauherren und -firmen vor besondere Schwierigkeiten. „In ganz Berlin ist es fast unmöglich Beton zu bekommen“, sagt der Bauleiter, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Als er neulich bei einem Hersteller einen Lkw mit Beton bestellen wollte, habe man ihm am Telefon ausgelacht. Bisher habe man Engpässe immer einigermaßen mit anderen Arbeiten überbrücken können. „Jede Optimierung hat irgendwo grenzen“, sagt der Bauleiter.

Neben dem Mangel bei Baustoffen hat auch das Wetter am Zeitplan gerüttelt. Bei dem Starkregen Ende Juni und im Juli seien die Arbeiten für einige Tage fast zum Erliegen gekommen. an einigen Stellen musste aufgrund von Unterspülungen durch den heftigen Regen sogar neu gebaut werden. Dann war der Untergrund so weich, dass man keinen Kran aufstellen konnte.

Trotz all dieser Widrigkeiten hat der Rohbau seit dem ersten Spatenstich Mitte Mai schon deutlich Gestalt angenommen. Das liegt vor allem an der Fertigteilbauweise. Die Wandteile kommen mit eingebauten Schallschutzfenstern und werden vor Ort zusammengefügt. „Das mindert die Belastung für die Anwohner“, sagt Andreas Weidlich – und es ist dem knappen Platz geschuldet, denn der Neubau ragt direkt an das Haus A des Altbaus heran. Die Baracke wird erst abgerissen, wenn der Neubau fertig ist. Zum Schuljahresbeginn 2018/19 soll es soweit sein. „Je nachdem, wie der Winter wird“, schränkt Andreas Weidlich ein.

Stärkere Trennung von Gymnasium und Grundschule

Den Gymnasiasten stehen dann sechs neue Fachräume für Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Deutsch zur Verfügung. In einer großen Aula sollen dann Schulveranstaltungen möglich sein. Besonderer Höhepunkt wird die große Treppe. Sie dient nicht nur als Zugang zum Obergeschoss sondern auch als Sitzgelegenheit während der Pause und als Zuschauerrang für Aufführungen auf dem Schulhof. Nach der Arbeit ist vor der Arbeit. Wenn der Gymnasiumsneubau fertig ist, beginnen die Arbeiten an der benachbarten Wilhelm-Busch-Grundschule. Diese bekommt das bisherige Haus D vom Gymnasium zugeschlagen und soll in den kommenden Jahren etagenweise saniert werden.

Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) ist für eine klare Abgrenzung zwischen Gymnasium und Grundschule: „Mit einer Strukturierung der Gebäude schaffen wir einen richtig schicken Schulstandort.“

Von Christian Zielke

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