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Der Sommer im Herbst

Temperaturen über 20 Grad Der Sommer im Herbst

Die Blätter werden bunt und fallen langsam von den Bäumen. Es ist Herbst. Wäre da nicht die Sonne. Die weigert sich zum Glück in den Herbstmodus umzuschalten und scheint einfach weiter. Und es soll so bleiben. Die MAZ hat sich in der Region Dahmeland-Fläming umgehört und gibt Tipps, wie man den goldenen Herbst nutzen kann.

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Nancy Stoof (l.) und Jessica Kastner genießen Eiscreme in der Herbstsonne Luckenwaldes.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Die Sonne ist zurück! Seit Dienstag beschert uns das Wetter milde Temperaturen, sogar die 20-Grad-Marke wurde geknackt. Auch an den kommenden Tagen legt die trübe Jahreszeit eine Pause ein und lässt noch einmal ansatzweise Sommergefühle in der Region Dahmeland-Fläming aufkommen.

MAZ-Leser haben den Herbst eingefangen. Zeigen auch Sie uns, wie schön der Herbst in Brandenburg ist! Mail an online(at)mazonline.de. Die Fotos werden in dieser Galerie veröffentlicht. Die schönsten Schnappschüsse kommen in die MAZ.

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„Im Herbst ist es wie im Frühling. Es ist eine Zeit des Übergangs“, sagt die Hobby-Meteorologin Jana Brandt. Der Oktober ist quasi der kleine Bruder vom unentschlossenen April – Sturm, Sonne, Schnee und Regen, alles kann passieren. Dieses Jahr haben wir Glück, die Pudelmütze kann noch ein Weilchen im Schrank bleiben, die Heizung noch einmal in den Sparmodus versetzt und die Winterreifen auch erst in der kommenden Woche aufgezogen werden. Denn der Trend für die nächsten Tage geht eindeutig in Richtung Traum-Herbstwetter. Mit Rekordwerten rechnet Wetterfrosch Jana Brandt aber nicht. Die höchsten Temperaturen Ende Oktober wurden 1949 gemessen. Damals kletterte das Thermometer der Wetterstation Potsdam auf 23,3 Grad.

Heute kann es in Dahmeland-Fläming zumindest bis zu 21 Grad warm werden, Donnerstag und Freitag sind immerhin 19 Grad zu erwarten. „Auch am Wochenende ist noch einmal mit bis zu 21 Grad zu rechnen“, sagt Jana Brandt vorher, „ab Montag wird es aber voraussichtlich wieder kühler.“

Zu verdanken haben wir das freundliche Wetter den Luftverhältnissen über Europa. Ein Wind aus dem Mittelmeerraum bringt die milden Temperaturen nach Deutschland. Das Hochdruckgebiet „Oldenburgia“, das derzeit über Weißrussland hängt, sorgt für das milde Klima. Allerdings können uns in den nächsten Tagen trotzdem Wolken den Himmel verdecken. Grund dafür sind Tiefdruckgebiete die sich zwischen Island und Spanien tummeln.

Das Hin und Her der Luftdruckgebiete könnte dieser Tage allerdings manchem aufs Gemüt schlagen. „Die Luftdruckschwankungen sind für den Kreislauf belastend“, erklärt die Wetterexpertin. Auch Kopfschmerzen sind unter diesen Umständen nicht selten. Zumindest schmeckt das Wetter den Bakterien und Viren nicht, die derzeit schon unterwegs sind. „Die bevorzugen feuchtes Wetter, da sie sich dann besser verbreiten können.“ Es wäre auch wirklich kein guter Moment, um sich eine Erkältung einzufangen. Die kommenden Tage sollte man draußen verbringen und sich an der Sonne erfreuen – die Region bietet schließlich zahlreiche Gelegenheiten dafür. „Man sollte die warmen Tage auf jeden Fall nutzen“, empfiehlt der Hobby-Wetterfrosch Jana Brandt. „Das nächste Mal, dass wir die 20 Grad auf dem Thermometer sehen werden, wird erst wieder im Frühjahr sein.“

Die Spaziergänger freuten sich gestern in der ganzen Region über perfektes Wetter zum Flanieren unter bunt gefärbten Bäumen. In Luckenwalde nutzten viele die Mittagspause, um etwas Sonne zu tanken. Die kurze Auszeit vom Arbeitsplatz genossen zum Beispiel Nancy Stoof und Jessica Kastner und gönnten sich ein Eis. Auch Gartenfreunde können von den kommenden Tagen profitieren – die Bedingungen, um Büsche und Sträucher zu beschneiden und Vorbereitungen für die Frühblüher zu treffen sind günstig, sagt Jana Brandt: „Jetzt sind die Nächte nämlich noch frostfrei.“ Und wer weiß, wie lange das noch so bleibt.

Von Nadine Pensold

Die Ausflugstipps der MAZ-Redaktion:

Hartmut F. Reck

Viel zu selten habe ich in diesem Jahr meine Inline skates angeschnallt. Entweder war es zu kalt oder zu nass oder zu warm. Möglich, dass es jetzt zu „blättrig“ ist, aber das soll mich nicht abhalten, die letzten Sonnenstrahlen zu nutzen, um noch einmal richtig die Fläming-Skate zu befahren. Zwar muss man vorsichtig sein bei dem feuchten Laub auf dem glatten Asphalt, aber ohne Schutzausrüstung sollte man ohnehin nicht auf die Rollen steigen. Und wem es zu gefährlich erscheint, der kann ja auch mit dem Rad die Skaterbahn befahren – natürlich auch nur mit Helm und am besten mit Kamera. Denn die Landschaft und die Dörfer sind bei diesem warmen Herbstlicht besonders schön.

Frank Pechhold

Kurzweilig wandern, weit blicken und gut essen kann man in Köthen. Vom Dorfplatz aus führt der Wanderweg im lichten Kiefernwald vorbei an vier idyllisch gelegenen Seen. „Am Pichersee“ liegt das gleichnamige Gestüt. Wenige Fußminuten weiter zeigen sich Mittelsee und Schwanensee von ihrer romantischen Seite. Südlich des Schwanensees lohnt sich ein Abstecher zum144Meter hohen Wehlaberg. Oben steht ein Aussichtsturm. Bei wolkenlosem Himmel schweift der Blick weit über das Dahme-Seen-Gebiet bis nach Berlin. Nach dem Abstieg geht es vorbei am Triftsee zurück zur Dorfaue. Das Gasthaus ist bekannt für seine köstliche Lauchsuppe mit Fleischklößchen.

Gudrun Schneck

Wildgänse und Kraniche sorgen in diesen Tagen wieder für ein beeindruckendes Schauspiel am Himmel überm Rangsdorfer See. Man kann die Rastvögel bei ihren An- und Abflügen zu den Stand- und Schlafplätzen im See beobachten. Am besten begibt man sich dafür zur Aussichtsplattform, welche die Jugendlichen eines Internationalen Workcamps vor zwei Jahren direkt am See gezimmert haben. Der Weg dorthin beginnt am Hotel Seebad-Casino. Kleiner Tipp: Mit Fernglas hat man noch mehr davon. Sobald es hell wird, ziehen die Vögel zum Fressen auf die umliegenden Maisfelder. Gegen Mittag kehren sie zurück, baden, trinken und putzen sich, um am Nachmittag – natürlich laut schnatternd – erneut auf Nahrungssuche zu gehen.

Alexander Engels

Klar, jetzt bietet sich eine Inliner-Tour über die Fläming-Skate noch mal an. Aber für einen gemütlichen Spaziergang, wie ich ihn bevorzuge, ist es auf der Rollschuhpiste zu hektisch. Mich zieht es da eher auf den Wallrundweg um Kloster Zinna herum. Die Nuthe begleitet ihn leise glucksend ein Stück weit. An vielen Abschnitten bilden die Bäume jetzt einen grün-bunten Blättertunnel. Der Blick fällt in Gärten, in denen Kinder spielen oder Erwachsene das Laub harken. Wer den Ausflug mit etwas Kultur bereichern will, für den lohnt sich ein Abstecher ins Kloster. In dessen unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich – falls der Magen knurrt – auch mehrere Gaststätten.

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