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Teltow-Fläming Der Stein des Anstoßes
Lokales Teltow-Fläming Der Stein des Anstoßes
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00:17 14.05.2017
So sieht der verschwundene Findling aus. Quelle: foto: privat
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Groß Ziescht

Die Bundeswehr hat den Findling geklaut! Diese Nachricht sorgte in Groß Ziescht für Alarmstimmung. Mittlerweile gibt es Entwarnung: „Es hat sich inzwischen alles aufgeklärt“, sagt Ortsvorsteher Dirk Wache (LOB).

Wache weiß viel über den Stein des Anstoßes. Der dicke Brocken wurde auf einem Privatgrundstück ausgebuddelt, weil der Neffe des Eigentümers beim Pflügen immer mit der Schar auf dem Findling aufsetzte. Beim Ausbuddeln halfen Bauern der LPG mit schwerer Technik. Dann wurde der Findling nahe dem Pfarrhaus unter der alten Eiche abgelegt. „Da lag er gefühlte hundert Jahre“, so der Baruther Bürgermeister Peter Ilk (parteilos). In Wirklichkeit waren es 35 Jahre. Voller Stolz priesen die Groß Zieschter ihren Findling als steinerne Sehenswürdigkeit an.

Plötzlich war der Koloss weg

Verständlich war also die große Aufregung, als der Koloss plötzlich weg war. Eines Tages stand das Telefon bei Dirk Wache nicht still. Schon bei der Arbeit wurde er von Bürgern angerufen: „Die Bundeswehr hat den Stein geklaut!“ Mit Lkw, Kran und Mannschaftswagen war die Truppe angerückt. Zwei Stunden später rückte sie mit dem Findling wieder ab. Deshalb war das Dorf in heller Aufregung.

Ein Bürger hatte sich das Kennzeichen des Mannschaftswagens notiert. Im städtischen Ordnungsamt fand man schnell heraus, dass der Findling zu einer Bundeswehr-Kaserne in Berlin-Kladow transportiert wurde, um dort den Eingangsbereich zu schmücken. Die Genehmigung für den Abtransport hatte ein Verwandter jenes Neffen gegeben, der zu DDR-Zeiten den Stein ausbuddeln ließ.

Größerer Findling für Groß Ziescht als Ersatz

„Als Ersatz bekommt Groß Ziescht einen noch größeren Findling“, sagt Ortsvorsteher Wache. Dieser Stein stört die Fahrer der Agrargesellschaft beim Pflügen auf dem Kartoffelacker. „Im Herbst nach der Kartoffelernte will die Bundeswehr den Findling aus dem Boden holen und ins Dorf bringen.“

Von Frank Pechhold

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