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Der Tod als Thema

Religionsphilosophische Woche Der Tod als Thema

Wie sehen die Weltreligionen das Leben und den Tod? Mit dieser Frage haben sich die Zwölftklässler des Blankenfelder Gymnasiums in dieser Woche auseinandergesetzt. Unter anderem hatten sie Besuch von einem Seelsorger und einer Hebamme.

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Seelsorger Johannes Lorenz im Gymnasium.

Quelle: von fournier

Blankenfelde. Das kommt im Kopernikus-Gymnasium nicht alle Tage vor: Abiturienten sitzen im Kreis und haben feuchte Augen. Von dem, was Pfarrer Steffen Wegener über den Tod und das „Danach“ erzählt. Im Raum daneben läuft ein Kontrastprogramm. Die junge Hebamme Sophia Stampfer (26) spricht jugendgerecht über die Geburt eines Menschen.

Das „Weltcafé“ zum Thema „Leben und Tod“ beendete die religionsphilosophische Woche für 80 Schüler der 12. Jahrgangsstufe. In diesem Projekt kommen die Jugendlichen mit einer Vielzahl von Referenten zu Problemen, die sie bewegen, ins Gespräch. Sie erhalten Informationen und können drängende Fragen loswerden. „Wir sind froh und dankbar, dass die Schulleitung das Projekt unterstützt und damit immer wieder wertschätzt“, sagt Pfarrer Karsten Wegener aus Diedersdorf. Er lehrt am Gymnasium Religion und bereitet gemeinsam mit Anne Trantow vom Berliner Amt für kirchliche Dienste die Woche inhaltlich vor, sucht Themen und gewinnt Referenten, die zum größten Teil aus der Region kommen.

Die Schüler konnten während der Woche Weltreligionen aus erster Hand und deren Sicht auf die Fragen der Zeit kennenlernen. Erstmals beleuchtete die Woche das Thema „Arbeit mit Flüchtlingen“, wichtig aufgrund der Aktualität. Ein Pfarrer im Ruhestand kam mit einem Mann zu Besuch, der bei ihm Kirchenasyl erhalten hatte. Der Afrikaner ist inzwischen deutscher Staatsbürger und arbeitet in der Altenpflege.

Einen Tag lang gingen die Schüler, die in sieben Gruppen aufgeteilt waren, mit ihren Gruppenleitern auf Exkursionen in Berliner Moscheen, das Jüdische Museum, eine christliche Suppenküche und buddhistische Zentren. Eine buddhistische Meditation war für viele ein angenehmes Erlebnis. Zwischendurch trafen sich die Schüler in den Gruppen zur Reflexion. Gerade am letzten Tag gab es große Emotionen, als fünf Referenten ihre Arbeit mit Leben und Tod darlegten. „Es ist toll dass wir darüber reden, nur schade, dass es so kurz angerissen wird“ befanden Alina (12a) und Stephanie (12c). Wie Polizist Oliver Schubert mit einem Mord umgeht, was Notfall- und Krankenhausseelsorger Johannes Lorenz für Eltern eines toten Kindes tun kann und warum Sterbebegleiterin Andrea Fuß mitfühlen, aber nicht mitleiden muss, interessierte sehr. „Ich kann nicht glauben, dass wir nur eine Maschine sind, angeworfen von Mutter und Vater, die ins Stottern kommt und dann ausgeht.“ Das Leben müsse mehr sein, sagte ein Teilnehmer.

Von Andrea von Fournier

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