Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 18 ° Gewitter

Navigation:
Der Traum von der Energiezukunft

Baruther setzen voll und ganz auf erneuerbare Energie Der Traum von der Energiezukunft

Immer schön groß denken und träumen. Nur wer hohe Ziele hat, kann weit kommen. So ähnlich denken auch viele Baruther. Sie haben kürzlich über ein kommunales Energiekonzept diskutiert. Ihr Traum: 100 Prozent erneuerbare Energie für die Stadt.

Voriger Artikel
Der Traum vom effizienten Düngen
Nächster Artikel
Feuerwehrauto zu groß für die Garage

Der Workshop entwarf Zukunftsvisionen für Baruth.

Quelle: Hartmut F. Reck

Baruth. 
BARUTH| Alles, was man sich träumen kann, schwebt den Baruthern für ihre Zukunft vor. Bei der Auftaktveranstaltung über ein kommunales Energiekonzept hatte man im August einige Träume formuliert: zu 100 Prozent erneuerbare Energien nutzen, eine vollkommen ökologische Landwirtschaft entwickeln, nachhaltig und sanft mit der Natur umgehen und entsprechend dazu den Tourismus entwickeln.

Doch bevor man sich deshalb nur noch am Lagerfeuer wärmt und als Jäger und Sammler ernährt, ist zunächst die Energiefrage zu klären. Der Bedarf an Heizwärme wird in Baruth nur zu fünf Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen, trugen die Mitarbeiter des Beratungsbüros Blue Economy Solutions in einem Workshop am Montagabend vor. Sie sollen gemeinsam mit den Bürgern dieses kommunale Energiekonzept erarbeiten.

Bei der Heizwärme hinkt Baruth also dem deutschen Durchschnitt von zehn Prozent noch hinterher. Bei der Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien liegt Baruth aber weit vorn: 47 Prozent (Deutschlanddurchschnitt: 22 Prozent). Allerdings liegt der Privatverbrauch in Baruth bei nur zwei Prozent des dortigen Gesamtverbrauchs. 98 Prozent des Strombedarfs zieht die örtliche Industrie aus der Steckdose.

Doch wie kann man den Wunsch nach vollkommener energetischer Autarkie verwirklichen und dabei auch noch politisch selbstständig bleiben? Aufgeteilt in zwei Arbeitsgruppen rauchten die Köpfe der etwa 20 Teilnehmer des Workshops im Alten Schloss. Ihre Ideen: Gründung eigener Stadtwerke zur direkten und möglichst kostengünstigen Energieversorgung der Stadt und ihrer Ortsteile, Nutzung der enormen Abwärme der Erdgasverdichterstation in Radeland zur Strom- und Fernwärmeerzeugung, Neuerschließung von Wohngebieten wie am Heideweg mit Fernwärmetrassen, Schaffung in sich geschlossener Versorgungsnetze in den Dörfern durch die Gründung von Genossenschaften, die diese betreiben und finanzieren. Beispiele gibt es dafür in Deutschland bereits genug.

Von Hartmut F. Reck

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg