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Teltow-Fläming Der Traum von der Energiezukunft
Lokales Teltow-Fläming Der Traum von der Energiezukunft
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00:18 08.11.2013
Der Workshop entwarf Zukunftsvisionen für Baruth. Quelle: Hartmut F. Reck
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Baruth


BARUTH| Alles, was man sich träumen kann, schwebt den Baruthern für ihre Zukunft vor. Bei der Auftaktveranstaltung über ein kommunales Energiekonzept hatte man im August einige Träume formuliert: zu 100 Prozent erneuerbare Energien nutzen, eine vollkommen ökologische Landwirtschaft entwickeln, nachhaltig und sanft mit der Natur umgehen und entsprechend dazu den Tourismus entwickeln.

Doch bevor man sich deshalb nur noch am Lagerfeuer wärmt und als Jäger und Sammler ernährt, ist zunächst die Energiefrage zu klären. Der Bedarf an Heizwärme wird in Baruth nur zu fünf Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen, trugen die Mitarbeiter des Beratungsbüros Blue Economy Solutions in einem Workshop am Montagabend vor. Sie sollen gemeinsam mit den Bürgern dieses kommunale Energiekonzept erarbeiten.

Bei der Heizwärme hinkt Baruth also dem deutschen Durchschnitt von zehn Prozent noch hinterher. Bei der Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien liegt Baruth aber weit vorn: 47 Prozent (Deutschlanddurchschnitt: 22 Prozent). Allerdings liegt der Privatverbrauch in Baruth bei nur zwei Prozent des dortigen Gesamtverbrauchs. 98 Prozent des Strombedarfs zieht die örtliche Industrie aus der Steckdose.

Doch wie kann man den Wunsch nach vollkommener energetischer Autarkie verwirklichen und dabei auch noch politisch selbstständig bleiben? Aufgeteilt in zwei Arbeitsgruppen rauchten die Köpfe der etwa 20 Teilnehmer des Workshops im Alten Schloss. Ihre Ideen: Gründung eigener Stadtwerke zur direkten und möglichst kostengünstigen Energieversorgung der Stadt und ihrer Ortsteile, Nutzung der enormen Abwärme der Erdgasverdichterstation in Radeland zur Strom- und Fernwärmeerzeugung, Neuerschließung von Wohngebieten wie am Heideweg mit Fernwärmetrassen, Schaffung in sich geschlossener Versorgungsnetze in den Dörfern durch die Gründung von Genossenschaften, die diese betreiben und finanzieren. Beispiele gibt es dafür in Deutschland bereits genug.

Von Hartmut F. Reck

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