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Der Umlandbeauftragte stellt sich vor

Flughafen BER Der Umlandbeauftragte stellt sich vor

Ralf Kunkel war einst der Pressesprecher des Flughafens BER. Seit Jahresbeginn richtet sich sich Blick vorrangig auf die Kommunen im Umland des Flughafens. Im Ausschuss für Regionalentwicklung und Bauplanung stellte Kunkel sich mit Antworten auf Schallschutzfragen vor und suchte das Gespräch. In den Lärmfragen überzeugte er jedoch nicht.

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Ralf Kunkel hat sich als „Umlandbeauftragter“ des Flughafens BER im Kreishaus vorgestellt.

Quelle: Peter Degener

Luckenwalde. Ralf Kunkel ist für viele Mitglieder des Kreistags kein Unbekannter. Bis Ende 2015 war Kunkel zehn Jahre lang der Pressesprecher der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg und damit für die Kommunikation zum Flughafen BER verantwortlich. Seit Jahresbeginn ist er der „Umlandbeauftragte“ der Gesellschaft, ein Posten den er bereits zwischen 2004 und 2006 inne hatte. In dieser Funktion hat sich der Kommunikationsexperte am Mittwoch im Ausschuss für Regionalentwicklung und Bauplanung des Kreises vorgestellt. „Ich kenne sowohl die Kommunen und Akteure, als auch die Themen, die mit dem BER zu tun haben. Seit 1998 bin ich dort tätig“, sagte er zum Einstieg.

Zwei Themen seien es, die ihn hauptsächlich umtreiben. „Das ist zum einen das Schallschutzprogramm. Das hat natürlich eine Vorgeschichte, aber ich führe nun viele Gespräche, um das Programm ein Stück bürgerfreundlicher zu machen.“ Er kündigte vermehrte „Schallschutztage“ an und lud ins Dialogforum am 17. und 18. Juni in Schönefeld ein. Dort wolle die Flughafengesellschaft mehr „Flexibilität“ bei den Schallschutzwünschen der Anwohner beweisen. Künftig sollen individuelle Lösungen für jene möglich sein, „die keine Kastendoppelfenster oder Innenraumdämmung haben wollen“.

Das Dialogforum sei zugleich sein zweites Hauptthema. „Dort klären wir, wie wir mit dem Wachstum des Flughafens und den Folgen für die soziale Infrastruktur und die Verkehrsinfrastruktur in den Umlandgemeinden umgehen wollen“, so Kunkel. So werde der geplante jahrelange Doppelbetrieb des alten Flughafens und des BER, wenn dieser eröffnet sei, direkte Auswirkungen auf den Verkehr in Teltow-Fläming haben. Hier wolle er gemeinsam mit Kreis und Kommunen für eine „optimale Anbindung“ zusammenarbeiten. Er wolle mit den Kommunen auch gemeinsam Fördermittel für Baumaßnahmen akquirieren. „Wir müssen lernen, mit dem Flughafen zu leben“, sagte Kunkel. Er sei gesprächsbereit und offen für Verbesserungsvorschläge und „berichte direkt Karsten Mühlenfeld“, dem Flughafenchef.

Der Ausschussvorsitzende Winand Jansen (SPD) nutzte die Gelegenheit den Umlandbeauftragten auf die schleppende Umsetzung der Schallschutz-Anträge der Bewohner im Kreis anzusprechen. „Wieso gibt es eine so große Diskrepanz zwischen Anträgen und Umsetzung?“, fragte Jansen. Hier räumte Kunkel Fehler der Flughafengesellschaft ein. Diese habe sich „früher nicht sehr klug angestellt“, jetzt soll da Nachtrags-Management personell aufgestockt werden. Dazu verwies er auf die neuen Modullösungen zu Schallschutzvarianten für Eigentümer, die an den Infotagen vorgestellt werden. Zudem trügen die Eigentümer selbst die Verantwortung für die Ausführung – „sie müssen die Firmen selbst beauftragen“, so Kunkel.

Die Flughafenkoordinatorin des Kreises, Nicole Brettschneider, sagte nach Vorstellung von Kunkel gegenüber dem Ausschuss, dass die Flughafengesellschaft gar nicht flexibler sein müsse. „Sie muss nur dafür sorgen, dass die Bürger bekommen, was ihnen zusteht“, sagte sie. Bei der Bestandsaufnahme zum Schallschutz bei den Hauseigentümern würden zu viele Fehler gemacht, deren Korrektur zu lange dauere, so Brettschneider.

Von Peter Degener

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