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„Der Vandalismus nimmt langsam überhand“

Am Mellensee „Der Vandalismus nimmt langsam überhand“

Bereits 14 großflächige Glasscheiben von Buswartehäuschen wurden dieses Jahr schon in mehreren Ortsteilen der Gemeinde Am Mellensee sinnlos zerstört. Um dem Vandalismus endlich Herr zu werden, setzt die Kommune nun eine Belohnung in Höhe von insgesamt 500 Euro für sachdienliche Hinweise auf den oder die Täter aus.

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Auch eine Seitenscheibe des Buswartehäuschen an der Klausdorfer Chaussee in Sperenberg wurde zerstört.

Quelle: foto: Frank Pechhold

Am Mellensee. Buswartehäuschen werden in den acht Ortsteilen der Gemeinde Am Mellensee immer öfter zur Zielscheibe von Randalierern. Bereits 14 großflächige Glasscheiben sind allein seit Beginn dieses Jahres zerstört worden. Um den Vandalen auf die Spur zu kommen, setzt die Kommune nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für sachdienliche Hinweise aus.

„Zu diesem Schritt haben wir uns entschlossen, weil der Vandalismus im Gemeindegebiet langsam überhand nimmt“, sagt Bürgermeister Frank Broshog (parteilos). Broshog zufolge hätten der oder die bislang unbekannten Täter ihre Taten im Februar 2017 in Saalow begonnen. Damals seien drei Scheiben in der Wartehalle am Horstweg zu Bruch gegangen. Insgesamt elf Scheiben in neun Wartehallen mehrerer Ortsteile wurden in den Monaten März und Mai zertrümmert. „Bei diesen Zerstörungen ist der Gemeinde ein Schaden in Höhe von mehreren Tausend Euro entstanden“, so Broshog. Einige Scheiben wurden bereits ersetzt. „Das Geld dafür hätte die Gemeinde gerne für andere Zwecke ausgegeben.“

Alle zerstörten Scheiben können mangels Geld nicht ersetzt werden

Leider könne man nicht alle zerstörten Wartehäuschen sofort instand setzen, so Broshog. Dafür fehle es an Geld. „Da ist nicht mit einer schnellen Reparatur zu rechnen.“ Buskunden in den betroffenen Ortsteilen sollten sich also darauf einstellen, dass die Wartehäuschen wegen der zerstörten Scheiben auch in den kommenden Wochen bei Wind und Regen nicht den gewohnten Schutz bieten.

Möglicherweise habe der eine oder andere Anwohner ja doch etwas beobachtet, hofft Broshog. Beispielsweise, als vor wenigen Wochen in Sperenberg eine Scheibe des Wartehäuschens an der Klausdorfer Chaussee zerschlagen worden sei. „Das muss doch Krach gemacht haben“, so Broshog. Deshalb könne er sich nicht vorstellen, dass niemand etwas mitbekommen habe. Noch dazu, wo gleich gegenüber Mehrfamilienhäuser stünden.

Bürgermeister bittet Augenzeugen um nützliche Hinweise

Eindringlich ruft Verwaltungschef Broshog alle Bürger zur erhöhten Wachsamkeit in ihren jeweiligen Ortsteilen auf, „um weiteren Vandalismus zu verhindern“. Er erwarte ja nicht, dass jemand bei solchen Vorkommnissen raus gehe. Vielmehr genüge es schon, wenn man die Polizei anrufe oder vielleicht sogar ein Handyfoto mache. „Wenn wir solche Hinweise bekommen, nützt uns das schon“.

Hinweise bitte an das Bauamt: Telefonnummer 03 37 03/9 59 40 oder 03 37 03/9 59 44; reetz@mellensee.de oder kempe@mellensee.de.

Von Frank Pechhold

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