Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 8 ° heiter

Navigation:
Der WAZ fährt elektrisch

Blankenfelde-Mahlow Der WAZ fährt elektrisch

Selten haben Dienstfahrten beim WAZ so viel Spaß gemacht, wie mit dem neuen Elektroauto. Seit Juni nutzt der Wasser- und Abwasserzweckverband von Blankenfelde-Mahlow einen E-Golf. Neben vielen positiven Erfahrungen haben sich auch einige Schwierigkeiten im Alltag gezeigt.

Voriger Artikel
Die Perle des Südens
Nächster Artikel
VGP erweitert „Berlin-Park“

WAZ-Vorsteher Matthias Hein, der technische Leiter Axel Duty und Andreas Buch, der Vorsitzende der Verbandsversammlung (v.l.).

Quelle: Zielke

Blankenfelde-Mahlow. Ein kurzer Dreh am Zündschlüssel, dann ertönt ein akustisches Signal. Sekundenbruchteile später drückt einen die Beschleunigung in den Sitz. Drinnen und draußen hört man nichts – typisch Elektroauto.

„Ein geiles Gefühl, weil die Kraft sofort da ist“, sagt Axel Duty, der technische Leiter des Wasser- und Abwasserzweckverbands Blankenfelde-Mahlow (WAZ). Mit einem Elektromotor unter der Haube kann sogar der sonst so nüchterne VW Golf erwachsenen Männern Emotionen abringen. Seit Juni steht der Wagen in Diensten des WAZ. Die Idee dazu stammt von Andreas Buch (CDU), dem Vorsitzenden der Verbandsversammlung und des Ausschusses für Umwelt, Flughafen und Energie der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow. „Weil sowieso ein neues Auto angeschafft werden sollte, habe ich ein Elektrofahrzeug angeregt“, sagt er.

180 Kilometer Reichweite

180 Kilometer soll die Batterie des Golf halten, im Alltag zeigt sich, dass 120 Kilometer realistisch sind. „Es kommt sehr auf die Fahrweise an“, sagt Matthias Hein, der Verbandsvorsteher. Wer die ruckfreie Beschleunigung an jeder Ampel auskostet und die Klimaanlage voll aufdreht, sieht schnell, wie sich die Nadel der Akkuanzeige abwärts bewegt. Immerhin: Einen Teil der Energie holt sich der Wagen beim Bremsen und Rollen zurück.

Da die meisten Dienstfahrten in Blankenfelde-Mahlow stattfinden und selten weiter als 70 Kilometer sind, bestehe kaum Gefahr, unterwegs mit leerem Akku liegen zu bleiben. Vorausgesetzt, der Wagen wird abends an die Ladestation vor dem Haus des Wassers in Mahlow gestöpselt. Nach acht Stunden ist die Batterie wieder voll. Unterm Strich habe man beim WAZ bislang gute Erfahrungen mit dem E-Auto gemacht. „Jeder, der ihn fährt, ist begeistert“, sagt Matthias Hein.

Hoher Preis

Dennoch gibt es viele Fragezeichen: Wie lange halten die Akkus? Und was passiert, wenn diese verschlissen sind?„Es ist ein Experiment“, sagt Axel Duty, der skeptisch ist, dass sich E-Fahrzeuge auf breiter Front durchsetzen. Das liegt sowohl am hohen Preis – 40 0000 Euro kostet ein neuer E-Golf – ,vor allem aber an der bislang nicht vorhandenen Infrastruktur in Blankenfelde-Mahlow. Andreas Buch wünscht sich Schnellladestationen an den Bahnhöfen der Gemeinde, die den Akku in nur 20 Minuten bis zu 80 Prozent aufladen. „Auch die Gemeinde selbst sollte mit gutem Beispiel vorangehen“, findet Buch und regt an, den kommunalen Fuhrpark nach und nach auf Elektroantrieb umzustellen.

Erste Nachahmer gibt es bereits. Die Betriebsgesellschaft DNWAB, die im selben Haus wie der WAZ sitzt, überlegt mittlerweile ebenfalls, ein Elektrofahrzeug anzuschaffen. Axel Duty findet: „Es geht darum, ein Zeichen zu setzen und andere zu motivieren, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.“

Von Christian Zielke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Ein neues Geheimdienst-Gesetz steht an: Sollte der BND mehr Befugnisse erhalten?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg