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Teltow-Fläming Der Wall von Kaltenborn
Lokales Teltow-Fläming Der Wall von Kaltenborn
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17:34 26.02.2018
Die Säuberung des Kaltenborner Walls veranlasste Christian Laiblin sich etwas gründlicher mit der Geschichte des Grabens zu beschäftigen. Quelle: Isabelle Richter
Kaltenborn

Im Niedergörsdorfer Ortsteil Kaltenborn wird derzeit der Dorfteich am Ortsausgang in Richtung Malterhausen in Schuss gebracht. Ende der vergangenen Woche waren vom Boden- und Wasserverband „Nuthe Nieplitz“ bereits die Äste und Sträucher beschnitten worden. In den kommenden Tagen soll der Teich ausgebaggert werden.

Errichtung vermutlich im 13. Jahrhundert

Schön ordentlich ist es seit kurzem am Kaltenborner Wall. Dieser wurde vor einigen Wochen ebenfalls gesäubert. Mit der Herrichtung des Grabens, der den Ort nach Westen und Norden hin umgibt, rückte auch seine historische Bedeutung wieder in das Gedächtnis der Einwohner.

Für Christian Laiblin ein Grund, sich noch einmal genauer mit der Geschichte des Walls zu beschäftigen. „Man hängt ja irgendwie an der Umgebung, in der man sich befindet, und hier gibt es ja im Grunde nicht viel außer der Kirche und dem Wall“, so der Ortsvorsteher.

Bei seinen Recherchen fand Laiblin heraus, dass der Schutzwall, der als Flächendenkmal ausgewiesen und dessen Bestand geschützt ist, vermutlich im 13. Jahrhundert errichtet worden war.

Laut des Portals „Askanier Welten“ lässt sich nachweisen, dass Bischof Wichmann von Seeburg flämischen Siedlern bereits 1157 in einer Lokationsurkunde das Recht erteilte, ihre Neugründungen mit Befestigungen auszustatten – Grundlage der neuen Besiedlung des Flämings.

Flutwasser führte zum Kesselgrund

Der Wall in Kaltenborn sollte das Dorf vorrangig vor Überschwemmungen schützen. So führten in der Vergangenheit Schmelzwasser oder extrem starke Niederschläge aus Richtung Blönsdorf, Dalichow und Eckmannsdorf zum Anstieg des Grabenwassers.

In einem Jahr mit hohen Niederschlägen soll, so berichten Dorfbewohner, sogar ein Kaltenborner mit seinem Sohn in einem Waschtrog bis nach Niedergörsdorf gerudert sein. Zudem diente der Wall möglicherweise als Schutz vor unerwünschten Gästen.

Außerdem gibt es die Vermutung, dass der Wall napoleonische Truppen vom Dorf ferngehalten habe. Folgt man dem Abfluss des Flutwassers aus Kaltenborn in Richtung Niedergörsdorf kommt man am sogenannten „Kesselgrund“ vorbei.

Um den Kesselgrund, einen alten Burghügel, zwischen Kaltenborn und Niedergörsdorf rankt eine mysteriöse Sage von einem vergrabenen Schatz. Quelle: Isabelle Richter

Dort hat sich ein Burghügel von etwa 20 Metern Durchmesser erhalten. Die bewachsene Stelle mitten auf dem Acker ist noch heute deutlich erkennbar. Grabungen brachten dort blaugraue Keramik und Pfostenlöcher zum Vorschein.

Es scheint also zum Zeitpunkt der Siedlungsentstehung eine Turmhügelburg in direkter Nachbarschaft des Dorfes existiert zu haben. Im Dreißigjährigen Krieg, etwa um 1640, soll auch eine Kapelle beim Kesselgrund vom schwedischen Heer zerstört worden sein.

Bis heute ist die Sage im Dorf bekannt

Seitdem hält sich in Kaltenborn das Gerücht, dass dort ein großer Schatz verborgen war. „Viele der Einheimischen kennen die Sage heute noch“, berichtet Christian Laiblin. Der Schatz konnte jedoch nur von sieben Männern mit dem Namen Hans ausgehoben werden. Der lang gesuchte siebte Hans stammte schließlich aus Kaltenborn. Während der Ausgrabung durfte nicht gesprochen werden.

Die „Sieben Hänse“ hielten sich allerdings nicht daran und der Schatz versank schließlich in der Tiefe. Seither sollen sich auf dem Weg zum Kesselgrund immer wieder merkwürdige und gespenstische Dinge abgespielt haben.

Von Isabelle Richter

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