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Teltow-Fläming Der alte ist auch der neue Bürgermeister
Lokales Teltow-Fläming Der alte ist auch der neue Bürgermeister
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00:33 24.09.2015
Karin Gülde (l.) und Ines Dickhoff schütten die im Mellenseer Grundschul-Wahllokal abgegebenen Stimmen auf den Zähltisch. Quelle: foto: pechhold
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Am Mellensee

Der alte ist auch der neue Bürgermeister der Gemeinde Am Mellensee. Am Sonntag setzte sich Amtsinhaber Frank Broshog (parteilos) gegen Einzelbewerber Maik Tscherwinka und SPD-Mitbewerber Bernd Setny durch.

Von den 5712 Wahlberechtigten gaben 2961 (51,84 Prozent) ihre Stimme ab. Für Broshog stimmten 1622  Bürger (55,49 Prozent der gültigen Stimmen), für Tscherwinka 682 (23,33 Prozent) und für Setny 619  (21,18 Prozent). 1,28 Prozent der Stimmen waren ungültig. 

„Mit diesem Ergebnis bin ich sehr zufrieden“, sagte Broshog auf seiner Wahlparty in der Rehagener Gaststätte „Waldkater“. Das gute Abschneiden zeige ihm, dass er eine Menge Leute mit dem begeistern konnte, was er in den vergangenen acht Jahren geleistet habe. Zudem werte er seine Wiederwahl als Zeichen dafür, dass es in dieser Art und Weise weitergehen solle. Diesbezüglich könne er nur versprechen, weiter daran zu arbeiten, „dass die Gemeinde noch lebenswerter und freundlicher wird“. Elke Broshog gratulierte ihrem Mann als erste. „Was ich mir von ihm für die nächsten acht Jahre wünsche? Dass er vielleicht unser Privatleben ein klein wenig mehr in den Vordergrund rückt.“ Beispielsweise wolle sie endlich wieder einmal gemeinsam mit ihm in den Urlaub fahren. „Das haben wir in den vergangenen zwei Jahren nicht geschafft.“ Broshog versprach, diesen Wunsch im November zu erfüllen. Montagfrüh wolle er zunächst mit seinen 28 Kollegen im Rathaus mit Sekt auf seine Wiederwahl anstoßen. „Und dann gibt es eine ganz normale Dienstberatung für die nächste Woche.“

Nicht gerade in Sektlaune war Maik Tscherwinka auf seiner Wahlparty in der Sperenberger Gaststätte „Alter Krug“. Trotz seiner Niederlage spendierte er seinen Unterstützern das versprochene Fass Freibier. „Mit Freibier kann man einen Sieg feiern, aber auch seinen Kummer runterspülen.“ Wenigstens eine Stichwahl habe er sich gewünscht. Schließlich habe ihm der Wahlkampf ein ganz anderes Stimmungsbild vermittelt. „Viele Bürger sagten mir, dass sie einen Wechsel an der Spitze der Verwaltung wollen.“ Nun aber sei Frank Broshog wiedergewählt worden. „Dazu kann man ihm nur gratulieren“, zeigte sich Tscherwinka als fairer Verlierer.

„Mein Ziel war es, in die Stichwahl zu kommen“, sagte Bernd Setny. Allerdings hätten die Bürger gleich im ersten Wahlgang entschieden, „dass sie den Amtsinhaber wieder haben möchten.“ Dabei sei ihm an vielen Türen, an denen er im Wahlkampf geklingelt habe, ein anderer Eindruck vermittelt worden. Viele Leute, die zehn oder 15 Jahre zu keiner Wahl gegangen seien, hätten ihm gesagt, diesmal wählen zu gehen. Offensichtlich war das nicht der Fall. „Jetzt muss ich erst einmal meine Enttäuschung verarbeiten.“

Von Frank Pechhold

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