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Teltow-Fläming Der dritte Tag: Ankunft in Moskau
Lokales Teltow-Fläming Der dritte Tag: Ankunft in Moskau
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11:53 19.07.2016
Rettungsdienst-Trio aus Baruth auf dem Grenzparkplatz. Quelle: privat
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Baruth

Die Hoffnung hatte man ja noch. „Wir hoffen, dass es keine Probleme gibt und die Wartezeit moderat bleibt“, schrieb Ronny Rohland der MAZ noch am Montag. Da stand der Rettungswagen-Konvoi aus Baruth mit dem Ziel Murun in der Mongolei wenige Kilometer von der lettisch-russischen Grenze entfernt. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. In diesem Fall an einer Grenzstation Lettlands.

Mehr als sechs Stunden musste sich das Rettungswagen-Team gedulden. Am frühen Morgen kam man dort an – zum Glück war ein Zeitpuffer eingeplant. Schließlich verließen die drei Einsatzfahrzeuge an dieser Stelle die Europäische Union und zog ins weite Land der russischen Union.

Warten am lettischen Grenzposten. Quelle: privat

Wer nun an korrupte, willkürlich agierende russische Grenzbeamte denkt, hat weit gefehlt. Nicht die Einfahrt nach Russland war das Problem, sondern die Ausfahrt aus der EU.

Grenzer fordert spezielle Fahrerlaubnis

„Der lettische Grenzer wollte uns erst nicht durchlassen“, beschreibt Ronny Rohland das bürokratische Problem, „er sagte, wir dürften keine Fahrzeuge mit Blaulicht fahren.“ Angeblich hätten nun drei Fahrer mit entsprechender Erlaubnis herangeholt werden. „Reine Schikane!“, schimpft der Ludwigsfelder, der beständig von der Tour berichtet.

Doch das Problem ließ sich lösen. Und zwar ohne Bakschisch. Aber die große Diplomatie musste (noch einmal) bemüht werden. „Es bedurfte in der Tat einen Anruf bei der Botschaft“, schreibt Ronny Rohland. Auf Facebook ist sogar von mehreren Telefonaten die Rede. Die ganze Aktion führt „schlussendlich dazu, dass der Grenzer ein ,Protokoll’ schrieb und wir passieren durften“.

Schreiben der Botschaft macht Eindruck

Auf russischer Seite war das Klima deutlich freundlicher. „Positiv hervorzuheben sind die russischen Grenzer. Sie waren nett und freundlich“, so Rohland weiter, „wir hatten ein Schreiben der russischen Botschaft mit – das hat Eindruck gemacht. Trotzdem ist natürlich der gesamte Zoll-Papierkram notwendig. Die russischen Zöllner waren der geduldig mit uns haben uns geholfen, trotz Sprachbarrieren.“

Unterwegs in Russland. Quelle: privat

Trotzdem: Streckentechnisch lag das Mammutprogramm noch vor der Baruther Truppe. Es ging 670 Kilometer bis nach Moskau. Doch wenigstens eine Sorge war unbegründet: Die Straßen in Richtung Hauptstadt waren überraschend gut ausgebaut. Das kam auch den Rettungsdienst-Fahrzeugen entgegen, die ja schon etliche tausend Kilometer im aktiven Dienst auf den Zylindern haben. Sie machten weiter störungsfrei mit.

Moskau selbst beschreibt Rohland als „ziemlich unübersichtlich zu fahren“. Es gebe fünfspurige Autobahnen, auf denen „alle recht ,sportlich’ fahren“. Doch das Team wuselte sich durch und kam späte am Abend im Hotel an.

Autobahn in Moskau Quelle: privat

Den Schlaf konnten alle Fahrer, die sich auf der Strecke regelmäßig am Lenkrad abwechseln, gut gebrauchen. Allerdings müssen sie auch dabei mit einem Nachteil leben: Je weiter sie nach Osten kommen, um so mehr Zeitzonen überwinden sie. „Jeden Tag verlieren wir eine Zeitstunde. Das verkürzt die Zeit zum Schlafen“, schreibt Ronny Rohland.

Um so mehr ist dem Team auf der Tour Baruth-Murun, das seit Sonnabend unterwegs ist, weiterhin zu wünschen: Gute Fahrt!

Übrigens: Dies ist nicht die erste Tour „Mit Blaulicht in die Mongolei“. Bereits vor einem Jahr schickten die Baruther ein Feuerwehr-Fahrzeug an
die Partnerstadt Murun.

Von Alexander Engels

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