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Der jüngste Korbmachermeister der DDR

Dahme Der jüngste Korbmachermeister der DDR

Hans-Peter Kaiser in Dahme feiert Jubiläum: Vor einem halben Jahrhundert erhielt er seinen Meisterbrief als Korbmacher. Gelernt hat er den Beruf von seinem Vater – und sein Sohn tritt in seine Fußstapfen. Mit der Wende hat sich ser Korbmacherberuf deutlich verändert.

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Hans-Peter Kaiser ist seit 50 Jahren Korbmachermeister. In seiner Werkstatt fertigt er Korbtabletts und repariert Korbmöbel.

Quelle: Andreas Staindl

Dahme. Hans-Peter Kaiser in Dahme ist seit 50 Jahren Korbmachermeister. Der 71-Jährige hat das selten gewordene Handwerk von der Pike auf gelernt. Am 1. August dieses Jahres feierte der Dahmenser außerdem das 45-jährige Bestehen seiner Firma. „Ich war damals der jüngste Korbmachermeister in der DDR“, berichtet Hans-Peter Kaiser, der bei seinem Vater das Korbmacherhandwerk gelernt hat und bei ihm auch noch arbeitete, als er schon Meister war. Im Jahr 1971 wurde er selbstständig.

Lampenschirme, Schaukelstühle und Aufsätze für Kinderwagen

Er hat Körbe hergestellt, auch Lampenschirme, Schaukelstühle und Aufsätze für Kinderwagen beispielsweise. „Wir hatten gut zu tun in der DDR. Es war die Blütezeit der Korbmacherei“, erinnert er sich. Er und seine Kollegen waren in einer Genossenschaft organisiert. Der Staat gab vor, was in welcher Stückzahl produziert werden musste, wie Form und Farbe auszusehen hatten. „Unsere Produkte wurden gebraucht und für gutes Geld in den Westen verkauft“, erzählt Hans-Peter Kaiser. Die Korbwaren aus der Werkstatt in Dahme wurden in den Katalogen verschiedener Versandhäuser angeboten. Wie viele seiner Produkte im Westen gelandet sind, hat der Handwerker allerdings nie erfahren.

Mit der politischen Wende kam der Umbruch in der Branche. Der Beruf des Korbmachers ist zwar immer noch gefragt, finanziell jedoch längst nicht mehr so attraktiv. „Korbmacher in Polen produzieren jetzt für uns“, sagt Hans-Peter Kaiser, „dort sind die Produktionskosten erheblich geringer als in Deutschland.“

Spezialisiert auf die Reparatur von Korbmöbeln

Die Korbwaren der Handwerker aus Polen und aus anderen Ländern verkauft der Dahmenser auf Bauern-, Töpfer- und Wochenmärkten im Süden des Landes Brandenburg. Dann hat er immer auch seine Korbtabletts dabei, die in der eigenen Werkstatt in Dahme gefertigt werden. Zudem hat sich das kleine Unternehmen auf die Reparatur von Korbmöbeln spezialisiert. „Wir haben unsere Stammkunden, die uns seit Jahren die Treue halten.“

Mit Rene Kaiser arbeitet die dritte Generation im Familienunternehmen. Auch er ist gelernter Korbmacher, hat seinen Meisterbrief seit 25 Jahren, das Handwerk teilweise bei seinem Vater gelernt.

Von Andreas Staindl

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