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Der närrische Bäcker

Am 11.11 für 111 Minuten geöffnet Der närrische Bäcker

Montags hat die Jüterboger Bäckerei "Backing Hil" geschlossen. Zur Eröffnung der fünften Jahreszeit, am 11.11, gibt's aber eine närrische Ausnahme. Dann werden für 111 Minuten Brötchen über die Theke. Die Ausnahme hat aber nichts mit Karneval zu tun.

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Simone Hilbert (zweite von rechts) mit ihren Mitarbeiterinnen Silvia Hagen, Martina Rothe und Nelly Vlk (v.l.).

Quelle: Gertraud Behrendt

Jüterbog. Eigentlich ist „Backing Hil“ montags geschlossen. Eigentlich. Am 11.11. wird das mal anders sein. Von 11.11 Uhr wird das Bistro im Jüterboger Wursthof für (mindestens) 111 Minuten geöffnet. Dann können sich die Narren zum Faschingsauftakt und alle anderen Gäste an Kuchen oder belegten Broten bedienen.

Das ist aber nur eine Ausnahme aus einem besonderen Grund: Simone Hilbert hat dann am Tag genau vor zehn Jahren ihr „Backing Hil“ eröffnet. Als junges Mädchen hat die Chefin mal im Carneval Club Jüterbog (CCJ) getanzt. „Jetzt gehen wir gern mal gucken“, sagt sie.

Das ist möglich, weil sie nicht allein im Laden ist. „Ich hab schon mit zwei Mitarbeiterinnen angefangen“, sagt sie. Jetzt arbeiten vier Frauen in der Backstube. Schon einige Jahre sind Martina Rothe und Silvia Hagen dabei. Die jüngste Mitarbeiterin kommt aus Frankreich: Nelly Vlk, die jetzt in Neuheim wohnt.

„Nicht nur meine Mitarbeiter sind wichtig. Die gesamte Familie hilft, wenn viel zu tun ist“, sagt Simone Hilbert. Ihre Mutter ist in der Klemmkuchen-Saison fest eingeplant. 20.000 runde und knusprige Rollen werden dann mit vier Eisen gebacken. „Klemmkuchen gibt es bei uns zur Fastnachtzeit von Januar bis März.“ Doch auch hier wird eine Ausnahme gemacht – fürs Fernsehen. Den Filmemachern wird gezeigt, wie die knusprige Fläming-Spezialität gebacken wird.

Simone Hilbert war mal Grundschullehrerin, hat ihren Wechsel aber nicht bereut, obwohl sie zunächst selbst skeptisch war. „Gebacken wurde in unserer Familie schon immer viel. So entstand die Idee“, erzählt sie. Crêpes habe es damals gar nicht in Jüterbog gegeben. „Aber allein damit kann man ja kein Geschäft eröffnen.“ So begann sie mit einer Kuchen-Auswahl. „Heute haben wir 30 Sorten, die entsprechend der Jahreszeit gebacken werden“, sagt sie und ergänzt: „Wir erweitern unser Geschäft. Am Mönchenplatz bauen wir.“ Zur Jüterboger Spezialität sind längst ihre „Paradieskugeln“ geworden, die sie auch bereits auf der Grünen Woche präsentierte.

Von Gertraud Behrendt

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