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Der neue Maibaum: Auf Lärche folgt Kiefer

Jüterbog Der neue Maibaum: Auf Lärche folgt Kiefer

Der Jüterboger Maibaum wird erneuert. Der alte Lärchenstamm hat ausgedient. Eine märkische Kiefer ersetzt ihn. Der 20-Meter-Baum wurde kürzlich im Wald bei Wiepersdorf gefällt. Jetzt wird er gestutzt, geschält und lackiert, um am 30. April auf dem Marktplatz aufgestellt zu werden.

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Von seinem Platz im Wald bei Wiepersdorf wird die gefällte Kiefer per Kran auf den Lastwagen gehievt.

Quelle: Gerald Bornschein

Jüterbog/Wiepersdorf. Sechs Jahre lang hatte der Jüterboger Maibaum gute Dienste geleistet. Doch im vergangenen September wurde der Lärchenstamm aus Gründen der Standsicherheit zerlegt (die MAZ berichtete). Zimmerermeister Andreas Graf machte sich anschließend auf die Suche nach einem adäquaten Ersatz.

Im Forst zwischen Wiepersdorf und Meinsdorf wurde er fündig. Eine etwa 20 Meter hohe, schön gerade gewachsene Kiefer erfüllte alle Anforderungen an die Maibaum-Nachfolge. Mit den Waldbesitzern wurde er schnell einig, Elke und Axel Malz aus Jüterbog spenden den Baum als Attraktion für ihren Marktplatz. Der Heizungsbau-Meister ließ es sich auch nicht nehmen, bei der Fällung des schlanken Riesen dabei zu sein.

Gruppenbild mit Baum

Gruppenbild mit Baum: Johannes Graf, Axel Malz, Wilfried Kralisch, Andreas Graf und Vilma Trempler (von links).

Quelle: Gerald Bornschein

Die übernahm fachmännisch Johannes Graf. Der 28-jährige ist gelernter Forstwirt und Zimmerer, inzwischen hat er ebenfalls den Zimmerer-Meisterbrief erworben und arbeitet im Unternehmen seines Vaters mit. Dass seine letzte Baumfällung schon einige Zeit zurücklag, merkte man ihm nicht an. Vor dem eigentlichen Fällschnitt setzte er gekonnt einen Fallkerb an der gegenüberliegenden Seite. Der Baum mit einem Durchmesser von 28 Zentimetern am Stammfuß fiel in nicht einmal fünf Minuten genau in die richtige Richtung.

Johannes Graf setzt den Baumschnitt an

Johannes Graf setzt den Baumschnitt an.

Quelle: Gerald Bornschein

Nun wurde der Baum auf etwa 16 Meter Länge gekürzt und durch Wilfried Kralisch vom Luckenwalder Transportunternehmen Fred Kage per Ladekran auf einen Auflieger verladen. Dieser war mit zwölf Metern schon recht groß – doch der Baum war deutlich länger. Eine rote Warnflagge markierte das weit herausragende Endstück zur Verkehrssicherheit. Die Kiefer wurde anschließend zur Kreishandwerkerschaft Teltow-Fläming in Jüterbog überführt. Wilfried Kralisch transportiert den Maibaum bereits seit mehreren Jahren stets vom Winterquartier zum Jüterboger Markt.

Wiederbelebte Tradition

Im Jahr 2011 wurde die Maibaum-Tradition in Jüterbog wiederbelebt. Das hatte es mehr als 60 Jahre lang nicht gegeben. Die Initiative ging von Zimmerer Andreas Graf aus. Er fand Unterstützung bei der Kreishandwerkerschaft Teltow-Fläming.

In einer offenen Halle wird der Baum nun entrindet und auf das Endmaß von zwölf Metern gekürzt, wie Geschäftsführerin Vilma Trempler ankündigt. In Zusammenarbeit mit der Malerinnung erhält der neue Stamm wieder seine rot-weiße Farbe – die Jüterboger Stadtfarben. Am 30. April wird der Stamm der Hauptdarsteller beim Maibaumstellen auf dem Markt sein.

www.handwerk-tf.de

Von Gerald Bornschein

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