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Der neue Maibaum ist fast fertig

Jüterbog Der neue Maibaum ist fast fertig

Handwerk hat goldenen Boden – vor allem, wenn man zusammenarbeitet. Diese Erkenntnis hat in Jüterbog zur Wiederbelebung der Maibaumtradition geführt. Auch das Herrichten eines neuen Festbaumes konnte nur als Teamwork gelingen.

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Charlotte Berger und Matthias Henkel beim Abkleben für die roten Streifen.

Quelle: privat

Jüterbog. „Handwerker sollten mehr publik machen, was sie alles stemmen – ein Aufkleber allein reicht nicht“, sagt Andreas Graf. Vor sieben Jahren hatte der Jüterboger Zimmermann, der zugleich Obermeister der Zimmerer-Innung im Kammerbezirk Potsdam ist, die Idee, die alte Tradition des Maibaum-Aufstellens wiederzubeleben. Seit 2011 stemmen unter seine Regie Handwerker aus insgesamt 13 Innungen gemeinsam den rot-weiß lackieren Festbaum in die Höhe. Die Aktion ist jedes Jahr ein Beweis, dass Handwerker als Team Besonderes vollbringen und wirbt publikumswirksam für den Handwerkerberuf.

Neues Gewand in den Stadtfarben

Nicht nur den Jüterbogern gefiel der dafür gefertigte Lächenstamm mit den Wappen der Stadt, der Zünfte und der Partnerstädte, sondern leider auch den Holzkäfern. Daher musste aus Sicherheitsgründen für dieses Jahr ein neuer Maibaum her. Das Angebot des Jüterbogers Axel Malz, eine 14 Meter hohe Kiefer aus seinem Wald bei Wiepersdorf zu spendieren, kam Andreas Graf gerade recht. Anfang März wurde das rund 700 bis 750 Kilogramm schwere Gewächs gefällt und auf den Jüterboger Lehrbauhof der Kreishandwerkerschaft transportiert (die MAZ berichtete). Dort verpassten die Lehrmeister und selbstständige Handwerker in den vergangenen Wochen in ihrer Freizeit dem rauen Burschen ein neues Gewand in der Stadtfarben verpassten.

„Auch hier kann’s nur als Teamwork gelingen“, sagt Graf, der sich über die rege Beteiligung freut. Nach dem Entasten und Schälen wurde der Stamm mit Holzschutzmittel gestrichen und anschließend von Malermeisterin Charlotte Berger weiß lackiert, sodass in dieser Woche der rote Zierstreifen aufgebracht werden konnte. Metallbauer Arnold Schröder hat mit dem Anpassen der Halterungen für die Wappen begonnen, die aber erst unmittelbar vor dem Aufrichten angebracht werden.

Mit Kraft und Köpfchen

Am 30. April um 14 Uhr dürfen die Handwerksburschen dürfen zeigen, was in ihnen steckt, und den Baum aufrichten. Dass dabei nicht nur Kraft, sondern auch Köpfchen gefragt ist, weiß jeder, der schon einmal mit dabei war. Der Marktplatz verwandelt sich an diesem Tag zur Festmeile, auf der gesungen und getanzt wird und Handwerker die Kinder zum Basteln einladen. „Mehr Werbung für uns als Handwerker als hier, kann man eigentlich nicht machen“, sagt Graf. „Und ganz nebenbei lernen die Kinder, was man auf die Beine stellen kann, wenn man ein Team ist.“

Von Uwe Klemens

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