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Detlev von der Heide (SPD) zum Livestream

Luckenwalde Detlev von der Heide (SPD) zum Livestream

Auf Facebook hatte sich der SPD-Kommunalpolitiker Detlev von der Heide bereits zum von der CDU geforderten Livestream von Stadtverordnetensitzungen geäußert; jetzt verteidigt und begründet er gegenüber der MAZ seine ablehnende Haltung.

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Detlev von der Heide.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. In der Debatte um die von der CDU/FDP geforderten Live-Übertragungen von Stadtverordnetensitzungen verteidigt und begründet der SPD-Kommunalpolitiker Detlev von der Heide seine ablehnende Haltung, die er bereits spöttisch auf Facebook geäußert hatte. Es gehe nicht darum, die Sitzungen in voller Länge zu übertragen. „Das wäre kein Problem, außer dass mancher Bürger enttäuscht wäre, weil die inhaltlichen Debatten schon vorher in den Fachausschüssen stattgefunden haben“, erklärt er. Viele Wortbeiträge könne man nicht verstehen, weil sie sich auf schriftliche Vorlagen beziehen, die aber seit Jahren online im Bürgerportal der Stadt zur Verfügung gestellt würden.

Verfälschung befürchtet

„Das Problem ist, dass solche Streams beliebig gespeichert, kopiert, verkürzt, aus dem Zusammenhang gerissen und verfälscht werden können“, so von der Heide. Stadtverordnete seien keine Berufspolitiker, sondern Ehrenamtler, die meist einen anstrengenden Arbeitstag hinter sich hätten und für die Sitzungen ihre Freizeit opferten. „Man sollte es niemandem übel nehmen, wenn er kurz unaufmerksam ist, vielleicht sogar gähnt oder sich mal ungeschickt ausdrückt“, erklärt von der Heide.

Nach seiner Ansicht nütze es der Demokratie nicht, sondern schade ihr sogar, wenn eine unglückliche Äußerung vom politischen Gegner als Videoausschnitt bei Facebook eingestellt und hämisch kommentiert werde. „Genau das passiert dort tagtäglich“, sagt von der Heide. Er fürchtet zudem, dass Wortbeiträge künftig noch stärker als bisher so formuliert würden, dass sie „einen möglichst knalligen Effekt erzielen und dem Gegner schaden“.

Von Elinor Wenke

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