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Teltow-Fläming Deutsch-litauische Begegnungen
Lokales Teltow-Fläming Deutsch-litauische Begegnungen
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05:28 05.08.2017
Auf einer Europa-Fahne verewigten sich Gäste und Gastgeber aus Litauen und Blankenfelde-Mahlow. Die Fahne soll nun in der Gemeinde aufgehängt werden. Quelle: Fotos: Christian Zielke (2)
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Blankenfelde

Kein Protokoll, kein offizielles Tamtam. Als Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) und seine Stellvertreterin Marion Dzikowski am Donnerstag die Gäste aus der litauischen Partnerstadt Kretinga empfangen, bleibt die Krawatte im Schrank, die Reden sind kurz. Stattdessen sitzen Gäste und Gastgeber im Schatten der mächtigen Eiche vor dem evangelischen Gemeindezentrum in Blankenfelde. Man umarmt sich, spricht über Urlaub und Familie. Fast wie ein Gartenfest ist dieser Abend. Die Gemeindemitglieder bringen Essen mit.

Diese lockere Verbindung ist genau das, was Thomas Hartmann sich unter einer länderübergreifenden Partnerschaft vorstellt. Seit 1994 hält der Diakon der evangelischen Gemeinde den Kontakt nach Litauen. „Mir geht es darum, dass die Leute sich treffen und miteinander reden“, sagt er. Was damals als Entwicklungshilfe der evangelischen Kirchengemeinde Blankenfelde für den Diakonieverein Sandora in Kretinga begann, ist längst eine Verbindung auf mehreren Ebenen. Die Lebenshilfe ist mit im Boot, ebenso die Kunst- und Musikschule Regenbogen, die im engen Kontakt zu den Künstlern in Kretinga steht.

Stolz und Traditionen der Litauer sind beeindruckend

„Es ist nicht von Oben verordnet“, erklärt Thomas Hartmann das besondere deutsch-litauische Band. Dass beide Gemeinden vor drei Jahren ihre Partnerschaft offiziell auf oberster Ebene besiegelten, sei nur das Sahnehäubchen gewesen. Seitdem besuchen auch Mitarbeiter der Verwaltung und Gemeindevertreter das Land im Baltikum. Katja Grassmann (SPD), die Vorsitzende des Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport, war erst im Juni in Litauen. „Der Stolz und die Tradition haben mich sehr beeindruckt“, sagt sie. Zum jährlichen Stadtfest seien Jung und Alt in traditionellen Gewändern aufgetreten und hätten alte Volkstänze aufgeführt.

Als „herzlich und intensiv“ empfindet Bürgermeister Ortwin Baier das Verhältnis. Er begrüßte die 13 Gäste, unter ihnen sieben Jugendliche aus ganz Litauen. Sie wandeln auf den Spuren Martin Luthers. Das 500. Jubiläum der Reformation ist auch in Litauen ein wichtiges Thema. So wichtig, dass ein dreiköpfiges Team des litauischen Staatsfernsehens mit auf die Reise ging. Die Fernsehmacher schauten sich dazu in Wittenberg um, der Stadt, in der vor fast 500 Jahren die Reformation ihren Anfang nahm. In ihrem Dokumentarfilm wird womöglich auch Ortwin Baier zu Wort kommen. Er musste dem Team für ein Interview Rede und Antwort stehen.

Man redet auch über Politik

Ruta Sulskiene ist von Beginn an dabei. Die Kunstlehrerin aus Kretinga spricht fließend Deutsch. Über die Jahre habe sie viele Freunde in Deutschland gefunden. Sie erinnert sich noch gut an die Zeit der Hilfstransporte, die zum Glück vorbei sei. „Aus materiellen Dingen können ideelle werden“, sagt sie. Eine Verbindung nach Europa sei für die Litauer, die seit 25 Jahren unabhängig sind, wichtig und natürlich diskutiere man mit den Freunden in Deutschland über Politik, sagt Ruta Sulskiene „Wir wurden mehr als 50 Jahre unterdrückt. Europa und die Nato bedeuten eine große Sicherheit für uns.“

Von Christian Zielke

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