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Teltow-Fläming Dichterwettstreit für Kinder und Jugendliche
Lokales Teltow-Fläming Dichterwettstreit für Kinder und Jugendliche
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11:45 31.03.2016
Yvonne Zitzmann verlost drei Exemplare des Hörspiels, das sie mit Schülern aufgenommen hat. Quelle: Zielke
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Rangsdorf

Die Rangsdorfer Künstlerorganisation Gedok sucht junge Autoren. Diese sollen sich in einem Dichterwettstreit am 21. Mai messen. Noch bis zum 7. Mai können sich Autoren aus ganz Teltow-Fläming von der 5. bis zur 13. Klasse bei der Gedok bewerben. Alle Beiträge sollen sich um das Thema „Unterwegs“ drehen.

„Das können Kurzgeschichten, Gedichte Theaterstücke aber auch SMS-Dialoge sein“, sagt Yvonne Zitzmann. Kurz müssen sie sein, maximal drei DIN-A4-Seiten oder fünf Leseminuten sind erlaubt. Die in Rangsdorf lebende Schriftstellerin legt Wert darauf, dass jeder Beitrag vorgetragen wird – und zwar vom Autor höchstpersönlich. „Ich weiß, dass viele Hemmungen davor haben, ihre eigenen Gedanken laut zu lesen“, sagt sie. Deshalb wird die Gedok eine Vorauswahl treffen. Das letzte Wort hat allerdings das Publikum. Es bestimmt per Zettel die Sieger in den Altersgruppen von der 5. bis zur 8. und von der 9. bis zur 13. Klasse.

Autorin leitet AG am Fontane-Gymnasium Rangsdorf

Die Autorin glaubt fest an die Kreativität der jungen Leute. Sie selbst leitet seit fast zwei Jahren eine AG für junge Autoren im Rangdorfer Fontane-Gymnasium. Aus der Zusammenarbeit mit den Schülern ist ein Hörspiel mit dem Titel „Das ist Jesus, der pennt heute Nacht bei uns“ geworden, das mittlerweile sogar auf eine CD gepresst wurde. Die Auflage von 150 Stück war innerhalb weniger Tage vergriffen – vor allem im Freundes- und Familienkreis der Schüler. Ein Lehrer, dem die Schüler in der Geschichte ein Denkmal gesetzt haben, wünscht sich sogar eine Fortsetzung. Doch die Schüler wollen erst einmal eine Pause machen und wieder drauf los schreiben. Über den Tod der Großeltern, die Trennung der Eltern, die erste Liebe oder Tiere. „Im Prinzip bewegt die jungen Leute das gleiche, was auch die Großen beschäftigt“, sagt Yvonne Zitzmann. In den zwei Schulstunden pro Woche haben sie Zeit, sich die Seele frei zu schreiben. Die Autorin ist immer wieder über die Ergebnisse erstaunt. Viele Lehrer trauten ihren Schülern zu wenig zu. „Oft höre ich den Satz, dass der oder die sowieso nicht schreiben können“, sagt die 39-Jährige. Unter Zeit- und Leistungsdruck sei dies auch deutlich schwerer. Yvonne Zitzmann setzt in ihrer AG auf eine entspannte Atmosphäre und die Fantasie. „Eigentlich habe ich nicht viel zu tun“, sagt sie. Das Hörspiel sei fast komplett den Köpfen der Schüler entsprungen. „Ich habe nur gelenkt“, sagt sie. Mit ihrem Gefühl für Sprache und Ironie hätten die Schüler die gestandene Autorin regelmäßig überrascht. Jeder ist in seine Rolle hineingewachsen und hat seinen Charakter entwickelt.

Die Autorin sucht einen Verlag für ihren Roman

Im Dezember war es dann so weit: Das Klassenzimmer wurde zum Tonstudio. Statt aufwendiger Technik genügte ein kleines Aufnahmegerät. Die Geräusche wurden selbst hergestellt. Ein aus einem Meter Höhe herabstürzender Metallkasten ist als Explosion zu hören, Styroporplatten imitieren Zischgeräusche. Größte Schwierigkeit seien die menschlichen Fehler gewesen. Wenn sich jemand verlesen hat, musste die Aufnahme von vorn beginnen. Zum Glück sei das aber nur selten vorgekommen, da alle Schüler ihre Texte fast auswendig kannten. „Wir waren froh, dass wir nach fünf Stunden alles im Kasten hatten“, sagt Yvonne Zitzmann.

Für ihren jüngsten Roman „Eine halbe Kindheit“ wünscht sie sich einen Abschluss. Seit drei Jahren schreibt sie an der Liebesgeschichte im geteilten Deutschland, in dem es um ein Kind geht, dessen Vater sich neun Jahre nach der Geburt bei der Familie meldet und Anspruch auf die zweite Hälfte der Kindheit erhebt. Weil Yvonne Zitzmann lange nicht sicher war, wie der Roman enden soll, fragte sie einfach ihre Schüler. Wie sie sich letztlich entscheiden hat, wird nicht verraten. Derzeit werden die letzten Fehler ausgebügelt, dann kann sich Yvonne Zitzmann auf die Suche nach einem Verlag begeben. „Ich möchte das Kapitel abschließen“, sagt sie. Der Roman habe sie viel Kraft gekostet, da sei die Arbeit mit jungen Leuten eine willkommene Abwechslung gewesen.

Info: Die Geschichten zum Dichterwettstreit sollen bis zum 7. Mai an die Galerie Kunstflügel, Seebadallee 45 in 15834 Rangsdorf geschickt werden. Die MAZ verlost drei Exemplare der Hörspiel-CD „Das ist Jesus, der pennt heute Nacht bei uns“. Gewinnen kann, wer am heutigen Donnerstag um 11 Uhr die Nummer 03 37 08/ 92 66 80 wählt und die CD in Rangsdorf Galerie abholt.

Von Christian Zielke

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