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Teltow-Fläming Die Abifeier von Jüterbog
Lokales Teltow-Fläming Die Abifeier von Jüterbog
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00:18 29.06.2017
Auf diesem Abiball konnten sich selbst die größten Tanzmuffel nicht mehr auf ihren Sitzen halten.. Quelle: Isabelle Richter
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Die ersten Tränen kullerten schon, bevor es überhaupt richtig losging. Carla Anderer hatte kurz vor ihrer Ansprache mit Paul Schütte zur Eröffnung des Abiballs bereits mit ihren Emotionen zu kämpfen. Verständlich, denn nach einer langen gemeinsamen Zeit hieß es Abschied nehmen vom Schulalltag und auch von den Mitschülern – jedenfalls für eine gewisse Zeit.

Die Pläne der diesjährigen Abiturienten des Goethe-Schiller-Gymnasiums sind breit gefächert. Für die einen geht es in die weite Welt: Kanada, Australien oder Thailand sind Ziele der Absolventen. Andere träumen von einem Studium, für das sie auch ihre Heimat verlassen müssen. Elea Bürgel etwa will am liebsten in Greifswald Psychologie studieren. „Das hat sich bei mir mit der Zeit so entwickelt, ich habe gemerkt, dass das genau meine Richtung ist“, erzählt die Abiturientin.

Wehmut erfasst an diesem Tag nicht nur die entlassenen Schüler, sondern auch die Eltern. Für viele ist es noch ungewohnt, ihre Kinder erwachsen zu sehen und sie in ihr eigenes Leben zu entlassen. „Man merkt, dass sie nicht mehr so oft da sind und einen nicht mehr so brauchen wie früher“, sagt Sandra Werner. Sie wird ihren Sohn Eric schon bald nach Kanada verabschieden müssen. Silke und Ralf Kemper geht es ähnlich, denn ihre Tochter macht nach dem Abi erst einmal „Work and Travel“ in Australien. „Wir freuen uns für sie. Wir konnten das damals nicht“, sagen die beiden. Sie brauchen aber auch nicht ganz so besorgt sein, Laura nimmt für die weite Reise noch drei Freundinnen aus ihrem Jahrgang mit.

Nach einem großen Fotomarathon zur Erinnerung und dem gemeinsamen Essen wurde die Partynacht feierlich mit einem Tanz der Abiturienten eröffnet. Um den eleganten Roben gerecht zu werden, hatten sie im Vorfeld extra einen Walzer einstudiert. Die Gäste dankten es ihnen mit großem Beifall. Anschließend wurde es erneut emotional – die Tänze mit den Eltern standen an. Stolze Väter und liebende Mütter rockten zusammen mit ihren Kindern das Parkett. Wem vom vielen Tanzen die Füße schmerzten, der konnte sich eine kleine Pause gönnen und im Fotobulli ein paar witzige Schnappschüsse mit den Liebsten machen. Dank verschiedener Accessoires wie Bärte oder Brillen wurden die Fotos aus dem Bus nicht nur individuell, sondern auch lustig. Über die Motive, die am Ende herauskamen, wurde herzlich gelacht.

Bevor zu späterer Stunde neben den geladenen auch alle anderen Gäste zur großen Party kommen durften, gab es einen weiteren spektakulären Programmpunkt. Ein Jongleur bot eine Show mit LED-Leuchten, die bei allen begeisterte Gesichter hinterließ. Danach wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Tutor Uwe Waesch konnte sich auch kaum trennen. Der Geschichtslehrer erinnert sich gern an die Zeit mit seinen Schülern zurück und wünscht ihnen nur das Beste: „Ich hoffe, dass sie alle ihr Ding machen und ihren Weg finden werden – und zwar nicht irgendeinen, sondern ihren Weg.“

Von Isabelle Richter

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