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Teltow-Fläming Die Faszination des Alltäglichen
Lokales Teltow-Fläming Die Faszination des Alltäglichen
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05:25 07.06.2016
Besucherin Constanze Pollatschek in der Ausstellung in Glashütte. Quelle: fotos: gudrun Ott (2)
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Glashütte

Eine beredte Ausstellung von enormer Schönheit ist derzeit im Museumsdorf Glashütte zu sehen. Siegfried Lachmann, passionierter Potsdamer Sammler, hat über 1100 Stücke seiner umfangreichen Sammlung sogenannter Gebrauchsgläser ausgestellt. Die historische Ofenhalle ist geradezu ein idealer Ort, wurde doch hier jahrzehntlang Gebrauchsglas hergestellt, vom Gärballon über die Thermosflasche bis hin zum Lampenschirm.

Museumsleiter Georg Goes mit Sammler Siegfried Lachmann Quelle: Gudrun Ott

Lachmanns Präsentation passt konzeptionell und gestalterisch. Dem 80 Jahre alten Ausstellungsdesigner und Grafiker gelang eine faszinierende Präsentation von Gebrauchsformen. Zu sehen sind zirka 250 Gärballons, an die 500 Bierflaschen, diverse Trink- und einfache Konservengläser. Zu den ausgefallenen Stücken gehören die kugelförmige Weinflasche (um 1800) aus der elterlichen Apotheke Theodor Fontanes sowie eine mundgeblasene Phallusflasche, hergestellt zwischen 1930/40.

Der Vorsitzende des Brandenburgischen Kulturbunds, Hinrich Enderlein, mit Museumsdirektor Georg Goes (v.l.) Quelle: Gudrun Ott

Hinrich Enderlein, Vorsitzender des Brandenburgischen Kulturbundes, nannte auf der Eröffnungsveranstaltung die Ausstellung „eine Komposition, eine Sinfonie in Formen und Farben.“ Diese Ausstellung sei die Krönung und der Höhepunkt eines Sammlerlebens in höchster Vollendung, hieß es weiter. Enderlein sprach von einem kompletten Lebenswerk, das sich durch Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit auszeichnet. Ein Sammler braucht Platz für seine Objekte. Immer ist er auf der Suche einer dauerhaften, möglichst öffentlichen Präsentation. Mindestens die doppelte Anzahl an Gebrauchtgläsern, die in Glashütte zu sehen sind, bewahrt Siegfried Lachmann in seinem Haus auf. Im Potsdamer Museumshaus „Zum Güldenen Arm“, steht ein anderen Teil der Lachmannschen Sammlung, die bürgerliche Keramik. „Ich sammle seit 50 Jahren Glas und Keramik. Dabei ist mir die einfache Gebrauchsform wichtig, weil sie von der Alltagskultur der Menschen erzählt“, erklärte Lachmann. „Zum 300 Jahrestag der Hütte ist es eine gute Gelegenheit hier auszustellen, denn es ist ein authentischer Ort an dem auch das Glas geblasen wurde, das ich sammle.“

Gebrauchsglas-Ausstellung Glashütte Quelle: Gudrun Ott

Ganz sicher seien unter den ausgestellten Gebrauchsgläsern auch jene, die in Glashütte entstanden, sagte Museumsleiter Georg Goes. Schließlich wurden von 1954 bis 1977 Gärballons in Glashütte hergestellt. Baruth hat einen solchen Gärballon im Stadtwappen. Goes sagte: „Heute ist Glashütte vielleicht das schönste Dorf Deutschlands mit europäischen Dimensionen und die Ausstellung von Siegfried Lachmann die schönste Ausstellung seit Gründung des Museums.“

Info: Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 21. August jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag von 12 bis 18 Uhr.

Von Gudrun Ott

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