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Teltow-Fläming Brandenburgs erste Feuerwehr-Hundestaffel
Lokales Teltow-Fläming Brandenburgs erste Feuerwehr-Hundestaffel
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10:02 29.10.2015
Die Feuerwehr geht mit Hunden in den Einsatz Quelle: privat
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Ludwigsfelde

Die Freiwillige Feuerwehr Ludwigsfelde kann jetzt noch besser helfen als bisher. Sie verfügt seit 1. Oktober über eine eigene Rettungshundestaffel – die erste bei einer Feuerwehr in Brandenburg. 15 Halter mit ihren Hunden sind dabei. Bisher mussten die Tiere im Bedarfsfall aus anderen Landkreisen und von anderen Hilfsorganisationen geholt werden. Einsätze gab es seit Bildung der eigenen Staffel aber noch nicht.

Hunde dürfen keine Couch-Potatoes sein

Zugführer der Hundestaffel ist Andreas Looff, der selbst einen Australian Shepherd besitzt. Es eignen sich fast alle Rassen als Rettungshunde. Sie dürfen, damit sie gut durch unwegsames Gelände kommen, nur nicht zu klein sein und sie müssen über Spieltrieb verfügen. „Mit einem Couch-Potato kann man nichts anfangen“, sagt Looff. Sein Tier gehört zu den sogenannten Flächenhunden. Sie sind darauf spezialisiert, zum Beispiel in Waldstücken oder auf Feldern Personen zu suchen. Es gibt auch Trümmerhunde, die in unseren Breiten vor allem nach Gebäudeexplosionen eingesetzt werden. Außerhalb Mitteleuropas stehen sie häufig bei der Suche nach Erdbebenopfern im Mittelpunkt der Rettungsmaßnahmen. Mantrailer schließlich besitzen die besondere Fähigkeit, über lange Strecken Spuren verfolgen zu können.

Jeder Hund bekommt eine Art Dienstweste

Vor allem, wenn Personen – häufig demenzkranke - vermisst werden, kommen Rettungshunde in unserer Region zum Einsatz. Jeder Hund erhält eine warnwestengrüne sogenannte Kenndecke. „Wenn sie angelegt wird, weiß der Hund, dass er arbeiten muss“, so Stadtwehrführer André Schüttky. Außerdem sagt das Leibchen den aufgefundenen Personen: Dies ist ein Diensthund, wenn er anschlägt, bedeutet das nicht Gefahr, sondern Rettung. Carla Karstädt vom Förderverein der Ludwigsfelder Freiwilligen Feuerwehr will die Bewohner der Seniorenheime demnächst mit den Leibchen und ihrer Funktion vertraut machen. Auch mit Grundschülern will sie über die helfenden Hunde sprechen. Zudem hat sich der Förderverein dafür stark gemacht, dass die Hunde einen eigenen Anhänger bekommen, der an ein Feuerwehrfahrzeug angekoppelt wird. In einem solchen Anhänger können sechs Hunde transportiert werden, jeder bekommt eine eigene Kabine, Wasser zum Trinken gibt es auch. Der Komfort ist nötig. „Die Hunde haben einen Schwerstjob“, sagt Stadtwehrführer Schüttky.

Zweimal pro Woche wird trainiert

Ungefähr zwei Jahre dauert die Ausbildung eines Hundes bis zur Prüfungsreife; sie erfolgt zum Beispiel beim Roten Kreuz. Nach der Prüfung ist die Ausbildung aber noch nicht zu Ende. Zweimal pro Woche muss trainiert werden. Die Halter der Hunde – von denen etwa die Hälfte Frauen sind – müssen ebenfalls noch lernen. Sie waren bisher nicht Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Die meisten müssen noch die Grundausbildung absolvieren. Mit den Neulingen steigt die Zahl der Ludwigsfelder Kameraden auf 311. Dazu kommen die etwa 80 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Für die neue Hundestaffel werden auch Kameraden ohne Hund gebraucht. „Denn zu jedem Tier und seinem Halter gehört ein Begleiter. Er sorgt für Funkkontakt und Beleuchtung“, sagt Zugführer Looff.

Von Stephan Laude

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