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Teltow-Fläming Die Frage nach der eigenen Identität
Lokales Teltow-Fläming Die Frage nach der eigenen Identität
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00:28 17.03.2018
Mit Hilfe von bestimmten Posen zeigen die Werbiger Sechstklässler, wie sie sich selbst sehen. Quelle: Isabelle Richter
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Werbig

Wer bin ich, was sind meine Stärken und wie sehen mich eigentlich die anderen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich seit Montag die Sechstklässler der Ludwig-Achim-von-Arnim-Grundschule in Werbig.

Noch bis Donnerstag arbeiten die Schüler gemeinsam mit Stephanie Günther daran, sich selbst und ihre Mitschüler besser kennenzulernen.

Sich selbst und andere respektieren

Die Bildungsreferentin des Diakonischen Werks Teltow-Fläming führt regelmäßig Projekte an Schulen durch. Für sie ist das Biografie-Projekt ein besonders wichtiger Grundstein zur weiteren Entwicklung der Kinder.

„Man muss sich selbst erst mal mit seiner eigenen Herkunft und Identität beschäftigen, um die Kulturen und Eigenschaften anderer Menschen respektieren zu können“, sagt Günther.

Innerhalb des Projekts werden aber nicht nur die schönen Dinge angesprochen.

Probleme offen ansprechen

Auf einem Zettel sollte jeder Schüler beispielsweise zusammentragen, was man an den anderen gut findet und was nicht. Dabei kamen unter anderem ganz intime Angelegenheiten zum Vorschein.

Sätze wie „Nico ist manchmal nervig“ oder „Joel ist in fast alle Mädchen verknallt“ waren – im Gegensatz zu anderen Schulen – jedoch eher harmlos. Stephanie Günther kennt da ganz andere Beispiele.

„Wichtig ist, dass man dann über die Dinge spricht und sie nicht einfach im Raum stehen lässt“, erklärt die Bildungsreferentin.

Schüler in Werbig kennen sich gut

Für die Werbiger Schüler hatte die Übung einen positiven Effekt. Emma Kosima Schilo sagte nach einem Blick auf ihren Zettel: „Alles was hier steht ist so toll, ich bin ganz gerührt .“

Die Elfjährige wurde von ihren Klassenkameraden als fröhliche Person und gute Freundin bezeichnet.

Wie gut die Klasse innerhalb von sechs Jahren zusammengewachsen ist, zeigte sich auch bei einem Pantomimespiel. Dabei sollten die Schüler ohne Worte versuchen, einen ihrer Mitschüler nur durch Gesten darzustellen.

Stephanie Günther findet es wichtig, dass sich auch Kinder frühzeitig mit ihrer eigenen Persönlichkeit beschäftigen. Quelle: Isabelle Richter

„Das hat wirklich gut geklappt. Es hat nur ein paar Sekunden gedauert, bis sie herausgefunden haben, wer es ist“, berichtet Stephanie Günther.

Unterschiedliche Interessen bei Jungs und Mädchen

Die Projektleiterin wollte außerdem von den Schülern wissen, was sie in ihrem Leben am meisten interessiert. Dazu fertigten die Sechstklässler eine Collage an.

Bei Celina Keßler waren Katzen, Landschaften und Sportler zu sehen. Die Zwölfjährige trainiert in ihrer Freizeit bei einem Jüterboger Leichtathletikverein und liebt die Natur und Tiere. „Ich habe selber Katzen und Kaninchen“, erzählt Celina.

Bei den Jungs sah es da schon etwas anders aus. Vor allem ein Motiv war beliebt: schnelle Autos.

Einhörner und finnisches Gebäck

Etwas außergewöhnlicher war dagegen die Zusammenstellung von Sara Tuukkanen. Bei ihr sind Einhörner und finnisches Gebäck angesagt – die Elfjährige stammt ursprünglich aus Finnland.

Aus ihrer Sicht gibt es aber kaum Unterschiede zur deutschen Tradition – außer zu Weihnachten. „In Finnland wird das ein bisschen spezieller gefeiert, weil der Weihnachtsmann für uns nicht am Nordpol, sondern in Finnland wohnt“, erklärt Sara.

Wie das Fest dort im Detail abläuft, werden ihre Mitschüler in dieser Woche sicher noch genauer erfahren.

Von Isabelle Richter

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