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Die Frau mit den flinken Fingern

Luckenwalde Die Frau mit den flinken Fingern

Rita Lehmann ist Vorsitzende und Gründungsmitglied des Luckenwalder Stenografenvereins „Pelikan“, internationales Jurymitglied und Trainerin. Momentan bereitet sie sich mit ihrer Mannschaft auf die nächsten Wettbewerbe vor. Sie wurde mit dem Teltow-Fläming-Preis ausgezeichnet.

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Rita Lehmann ist immer korrekt und dabei gut gelaunt.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Rita Lehmann ist Meisterin der flinken Finger. Sie gleitet nicht nur im Eiltempo über die Tastatur, sie kennt sich auch mit Stenografie bestens aus. Sie wurde kürzlich mit dem Teltow-Fläming-Preis geehrt.

„Ich war vollkommen überrascht und hätte nie damit gerechnet“, sagt die 77-Jährige. Als sie die ersten Sätze der Laudation hörte, wurde sie stutzig. „Sie kennt die Regeln – und zwar alle“, sagte Laudator Bernward Höving von der Sparkasse, „und sie gibt sie weiter, seit Jahrzehnten. Kompetent und engagiert vermittelt sie jungen Menschen das Rüstzeug für ihren Beruf.“ Spätestens als er darüber sprach, dass auch Fachkräfte auf ihr Wissen und ihren Rat bauen, wusste die Vorsitzende des Luckenwalder Stenografenvereins „Pelikan“ aber, dass es um sie geht.

1970 DDR-Meisterin mit 499 Anschlägen

Rita Lehmann gilt in Fachkreisen als Nummer Eins auf ihrem Gebiet. Mit unermüdlichem Einsatz, großer Sorgfalt und persönlichem Engagement plant, unterstützt und begleitet sie die unterschiedlichsten Fortbildungen. „Ob einst im Beruf, in Kursen der Volkshochschule oder ihrem Verein; sie ist nicht nur ein lebendiges Nachschlagewerk, sondern auch eine Botschafterin für unsere Region“, sagte Höving.

Rita Lehmann ist gelernte Stenotypistin. Bereits mit 13 Jahren konnte sie auf der Schreibmaschine schreiben. Nach ihrer Lehre studierte sie an der Berliner Humboldt Universität. 1970 wurde sie DDR-Meisterin und ärgert sich noch heute, dass sie nur 499 Anschläge geschafft hat. „Ein Anschlag hat gefehlt, dann wären es 500 gewesen“, sagt sie.

Vereinstradition bis ins Jahr 1894

Den Stenografenverein „Pelikan“ hat sie einst gegründet. Seine Tradition geht aber bis ins Jahr 1894 zurück. Der Höhepunkt ihrer beruflichen Karriere gelang ihr mit den Deutschen Meisterschaften in Kurzschrift und verschiedenen Disziplinen der Textverarbeitung im Jahr 2009. Rita Lehmann schaffte es, diese nach Luckenwalde zu holen. Mehr als 500 Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nahmen daran teil.

Die Hände in den Schoß legen, kommt für die Diplompädagogin, die in der internationalen Jury mitwirkt, nicht in Frage. Regelmäßig trifft sie sich mit ihren „Pelikanen“ zum Training, denn die nächsten Wettkämpfe stehen an. Im Juli finden in Berlin die Weltmeisterschaften statt. „Den Heimvorteil wollen wir nutzen. Wir trainieren, wie die Verrückten“, sagt Rita Lehmann.

Von Margrit Hahn

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