Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Die Gefahr im toten Winkel
Lokales Teltow-Fläming Die Gefahr im toten Winkel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:13 28.02.2018
„Halt, Polizeikontrolle!“ Drei Verkehrspolizisten in der Beelitzer Straße in Luckenwalde im Einsatz. Quelle: Hartmut F. Reck
Luckenwalde

Wer mit dem Auto oder dem Lkw fährt, müsste seine Augen eigentlich überall haben. Selbst dort, wo er keinen Einblick hat. Dieser Bereich wird als der „tote Winkel“ bezeichnet. Wer sich als Fußgänger oder Radfahrer in diesem toten Winkel bewegt, befindet sich in akuter Lebensgefahr.

Um das Augenmerk der Verkehrsteilnehmer stärker auf diese Gefahr zu richten, und dafür zu werben, mehr auf den toten Winkel zu achten, führt die Verkehrspolizei der Polizeidirektion West Schwerpunktkontrollen durch. Anlass dafür ist der Tod eines zehnjährigen Mädchens in Brandenburg an der Havel, das vor fünf Wochen mit seinem Fahrrad von einem Lkw-Fahrer beim Abbiegen übersehen wurde und dadurch ums Leben kam.

Nach den Städten Potsdam, Brandenburg und Falkensee war am Dienstag Luckenwalde an der Reihe. Zwölf Beamte postierten sich in der Beelitzer Straße, am Haag, an der Salzufler Allee und in der Potsdamer Straße hinter der Trebbiner Straße, um diejenigen Fahrzeuge aus dem Straßenverkehr zu winken, deren Fahrer an der großen Kreuzung von einem Zivilfahrzeug aus beobachtet worden waren, wie sie entweder bei Rot über die Ampel fuhren, nicht angeschnallt waren, oder gerade mit dem Handy am Ohr telefonierten.

Faltblatt mit Tipps zum toten Winkel

Die Beobachter gaben die Missetäter per Funk an die Kollegen durch, welche sie dann vorübergehend aus dem Verkehr zogen, ermahnten, eine Ordnungswidrigkeitsanzeige aufnahmen und ihnen bei dieser Gelegenheit ein Faltblatt in die Hand drückten mit vielen guten Tipps, wie man die Gefahren des toten Winkels erkennen, vermeiden und bewältigen kann – unter anderem durch Schulterblick und Augenkontakt.

Die große Straßenkreuzung wurde als Kontrollpunkt gewählt, „weil sie aus polizeilicher Sicht als unfallauffällige Stelle klassifiziert wird“, sagte Therese Franz von der Pressestelle der Polizeidirektion West am Rande der gestrigen Kontrollmaßnahmen. „Im Bereich dieser Kreuzung ereigneten sich im vergangenen Jahr allein zehn Unfälle“, so Therese Franz, „wobei in zwei Fällen eine Person schwer und eine andere leicht verletzt wurden.“

Zehn Mal fehlte der Sicherheitsgurt

Zu den Kontrollierten gehörte auch Patrick Noack aus Luckenwalde – obwohl er die Kreuzung ohne Verkehrsverstoß durchquert hatte. Der Berufskraftfahrer, der meistens Zeitungen wie die MAZ und den Wochenspiegel transportiert, wurde im Zuge einer allgemeinen Verkehrskontrolle angehalten, bei dem seine Papiere und der technische Zustand des Kleintransporters überprüft wurden. Auch er erhielt einen Flyer, bekundete aber, dass ihm das Problem des toten Winkels durchaus bewusst sei.

Von 9.30 bis 11.30 Uhr wurden acht Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen Nichtbeachtens des Rotlichts, zwei wegen des Telefonierens am Steuer, zehn wegen des Fahrens ohne Sicherheitsgurt und zwei wegen sonstiger Verstöße geschrieben. Dazu gehörte ein Lkw, in dessen Fahrerkabine ein Vorhang die Sicht des Fahrers auf die Außenspiegel verhinderte.

Von Hartmut F. Reck

Kommunale oder freie Trägerschaft für Kitas? Dieses Thema entwickelt sich zum Dauerbrenner in der Gemeinde Am Mellensee. Rund 70 Bürger kamen Montagabend ins Bürgerhaus Saalow, um mehr über den aktuellen Stand der bislang internen Diskussion einer Arbeitsgruppe erfahren.

03.03.2018

Museumsleier Roman Schmidt freut sich über jedes Geschenk. Jetzt brachte ein Luckenwalder Fotos und Messekataloge von der einstigen Firma Lumet. Diese stellte Automaten her, die zu DDR-Zeiten mit Lebensmittel bestückt wurden, sodass man auch nach Ladenschluss noch etwas zu essen bekam.

03.03.2018

Zwei kontroverse Themen des Kreistags von Teltow-Fläming betrafen den Flughafen BER und somit die neue dafür zuständige Beigeordnete Dietlind Biesterfeld (SPD). So wurde sie als Vertreterin des Kreises in die Fluglärmkommission gewählt. Außerdem konnte sie sich mehrheitlich bei der Kofinanzierung eines Verkehrskonzepts im Flughafenumfeld durchsetzen.

27.02.2018