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Teltow-Fläming Die Generationen sollen Angebote austauschen
Lokales Teltow-Fläming Die Generationen sollen Angebote austauschen
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00:16 16.04.2017
Ingrid Rosenzweit (2.v.l.) fragte, ab wann man eigentlich „alt“ sei. Die Meinung der Runde: erst, wenn man nicht mehr aktiv am Leben teilnehme. Quelle: Foto: Klemens
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Jüterbog

Die entscheidende Frage des MAZ-Leserforums zum Thema „Jung & Alt“ im Webhaus Kloster Zinna stellte am Dienstagabend Ingrid Rosenzweig. „Ab wann ist man denn alt?“, fragte sie und auf Nachfrage, wer sich denn zumindest alt fühle, hob nicht einer der Teilnehmer den Finger.

„Hier am Tisch sitzen die, die aktiv geblieben sind und erst wenn man aufhört aktiv zu sein, wird man alt“, kommentierte Marlies Zappe, die Vorsitzende des städtischen Seniorenbeirats. Wer ein soziales Umfeld und Kontakte mit anderen Menschen habe, bleibe fit.

Angebote für alle Altersgruppen gebe es genug

Und Angebote gebe es genug. „Wer im Seniorenverband Mitglied ist, kann jeden Tag etwas machen“, sagte Adolf Kenner, und zählte die vielen regelmäßigen Veranstaltungen auf.

Am anderen Ende des Generationenspektrums bemängelte Eik Weiske, Leiter des Jugendklubs in Jüterbog II, dass alle, die über fehlende Angebote schimpfen, einfach nicht bei ihm im Klub vorbeikommen, wo von Montag bis Freitag etwas los sei.

Andererseits ärgert sich Weiske weniger um die fehlende Motivation mancher Jugendlicher – der Klub werde insgesamt sehr gut angenommen – sondern über fehlendes Engagement von Erwachsenen. Viele der früheren Angebote, bei denen Ältere ihr Wissen mit den Kindern und Jugendlichen teilten, sind wieder eingeschlafen.

Wunsch ist ein generationenübergreifendes Haus

Seine Idealvorstellung wäre „eine generationenübergreifende Einrichtung mit dem Jugendklub im Zentrum“. Von der Krabbelgruppe bis zum Rentnertanz könnte alles unter einem Dach stattfinden – und die gegenseitige Unterstützung würde sich automatisch ergeben, ist er überzeugt.

Weil dafür weder Räume noch Personal zur Verfügung stehen, ist ein solches „Ehrenamtshaus“ vorerst eine Utopie. Doch das Miteinander der Generationen blieb das bestimmende Thema des Abends.

Leser diskutierten mit der MAZ über generationenübergreifendes Zusammenleben in Jüterbog. Quelle: Uwe Klemens

„Unsere jüngsten Mitglieder sind zwischen zwölf und 25 Jahre alt, dann kommt eine große Lücke und dann die ganz Alten“, sagte Jörg Podzuweit, Vorsitzender des Heimatvereins. Eine ganze Generation habe nach der Wiedervereinigung die Stadt verlassen und sei nicht zurückgekehrt, spekulierte die Runde. Podzuweit sieht bei dieser Lücke künftig große Probleme für viele Vereine.

Vereine und Schulen sollen für Angebote an einen Tisch

Abhilfe schaffe nur Nachwuchs und dafür müssten die Generationen ins Gespräch kommen. „Wir machen so vieles für jedes Alter und können einiges anbieten“, sagte Podzuweit.

„Und wir suchen händeringend Partner für Arbeitsgemeinschaften für den frühen Nachmittag für unsere Schüler – vielleicht können wir da etwas entwickeln“, nahm Schulsozialarbeiter Michael Lehmann von der Wiesenschule den Gedanken auf. „Die Vereine müssten sich mit den Schulen über die Möglichkeiten austauschen, die man hat“, so Podzuweit.

Die Idee an diesem Abend: Gemeinsam mit Eltern- und Schülersprechern, Vereinen und Schulleitern sollte man ein Initiativtreffen wagen und herausfinden, wie Bedarf und Angebot tatsächlich aussehen.

„Ich werde das im Seniorenverband ansprechen. Ich bin mir sicher, dass sich Mitglieder bereit finden etwas in den Kitas oder Schulen zumachen“, bot Adolf Kenner sogleich an. So könnten alte und junge Jüterboger aktiviert und die Nachwuchssorgen der verschiedenen Vereine abgemildert werden.

Von Peter Degener

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