Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Die Hochburgen und Tiefpunkte der Kandidaten
Lokales Teltow-Fläming Die Hochburgen und Tiefpunkte der Kandidaten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 29.09.2017
Nadine Walbrach (Einzelkandidatin), bei der Stimmabgabe in ihrem Wahllokal im Gebäude der Luckenwalder Tafel. Quelle: Hartmut F. Reck
Anzeige
Luckenwalde

Ausgerechnet Frankenfelde! Ausgerechnet der Wohnort der schärfsten Kritiker und Opponenten von Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD), nämlich der CDU-Stadtverordneten Sven Petke und Christoph Guhlke, ausgerechnet dort holt die wiedergewählte Amtsinhaberin prozentual die meisten Stimmen: 63,7 Prozent. In allen 16 Wahllokalen der Stadt Luckenwalde und ihrer beiden Ortsteile blieb sie mitunter deutlich über 50 Prozent bis auf eine Ausnahme: Im Oberstufenzentrum stimmten nur 48,9 Prozent der Wähler für sie.

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog.von der Heide (SPD/rechts) bei der Stimmabgabe zur eigenen Wiederwahl. Quelle: Hartmut F. Reck

Mit diesem ihrem schlechtesten Ergebnis wären die beiden gegnerischen Einzelkandidaten höchst zufrieden gewesen. Die höchste Zustimmung, die Nadine Walbrach erzielte, lag mehr als zehn Prozentpunkte darunter. Gleich in drei Wahllokalen erhielt sie 28,4 Prozent und zwar in Kolzenburg, in der Stadtbibliothek und in der Fahrschule Seidel. Den schlechtesten Wert mit 19 Prozent verzeichnete sie in Herzog-von der Heides Hochburg Frankenfelde.

Andreas Teichert bei der Stimmabgabe in seinem Wahllokal in der Kita Sunshine. Quelle: Hartmut F. Reck

Andreas Teicherts Hochburg ist die Burg, einer der sozialen Brennpunkte der Stadt. In der dortigen Kita stimmten 26 Prozent für ihn. Der in Luckenwalde eigentlich recht unbekannte Kandidat dürfte damit die Stimmen der Protestwähler bekommen haben, die sich weder für die sozialdemokratische Bürgermeisterin Herzog-von der Heide noch für die parteilose, aber in der CDU/FDP-Fraktion sitzende Stadtverordnete Walbrach erwärmen konnten. Die schlechteste Wahlergebnis erzielte Teichert im Gebäude der Tafel mit 13,7 Prozent.

Das vorläufige amtliche Endergebnis der Luckenwalder Bürgermeisterwahl stand am Sonntagabend erst nach 22 Uhr fest: 57,3 Prozent für Herzog-von der Heide, 24,2 Prozent für Walbrach und 18,5 Prozenf für Teichert.

SPD: „Total begeistert“

„Total begeistert über die Luckenwalder“ zeigte sich der SPD-Fraktionsvorsitzende in der Stadtverordnetenversammlung, Harald-Albert Swik: „Sie erkennen an, was hier geleistet wurde, und teilen mit uns den Glauben, dass die Bürgermeisterin das mit derselben Schaffenskraft bei bevorstehenden Projekten fortsetzen wird“.

Linke: „Eindeutiges Mandat“

„Mit diesem eindeutigen Mandat für die Bürgermeisterin wird ihre bisherige Arbeit gewürdigt“, so der Vorsitzende der Linken und Stadtverordnete Felix Thier. Das sei auch ein Grund dafür gewesen, warum seine Partei ohne eigenen Bewerber ins Rennen ging und die SPD-Kandidatin unterstützte. Damit werde auch die konstruktive Zusammenarbeit zwischen beiden Fraktionen bestätigt.

CDU: Kein Kommentar

Bei der Luckenwalder CDU war bis Montagabend niemand für eine Stellungnahme zum Wahlausgang bereit. Erst wolle man die Sitzung der CDU/FDP-Fraktion abwarten.

Von Hartmut F. Reck

In der Gemeinde Nuthe-Urstromtal beginnt der Zweikampf zwischen Amtsinhaberin Monika Nestler und den Einzelkandidaten Stefan Scheddin. Am 15. Oktober wird entschieden, wer Bürgermeister wird.

29.09.2017

Mit ihrem knappen Nein zum Rathaus haben die Gemeindevertreter in Blankenfelde-Mahlow nicht gegen geltendes Recht verstoßen. Zu diesem Ergebnis kommt die Kommunalaufsicht, die der Rechtsauffassung von Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) widerspricht. Dennoch könnte am Donnerstag das endgültige Aus für das Millionenprojekt kommen.

29.09.2017

Der Energieversorger EMB unterstützt den Landschaftsförderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung mit einer Spende in Höhe von 15 000 Euro. Davon wird Grünland entlang der Nuthe erworben und der Aussichtsturm in Glau soll ein Fernrohr zur Wildbeobachtung erhalten.

29.09.2017
Anzeige