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„Die Königin von Niendorf“ braucht Spenden

Start für Kinderfilmprojekt „Die Königin von Niendorf“ braucht Spenden

Seit Monaten laufen die Vorbereitungen für das Kinderfilmprojekt „Die Königin von Niendorf“. Mit dem Dreh eines Crowdfunding-Videos wird es nun ernst. Ab Sonntag steht der Streifen im Netz.

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Kinderfilm-Dreh: Die Königin von Niendorf. Der Vorab-Teaser entsteht

Quelle: Uwe Klemens

Niendorf. Die Jungsbande im eigentlich sonst so ruhigen Niendorf steckt voller Unruhe. Vor allem, seit sich das Mädchen Lea bemüht, Mitglied der Bande zu werden, ist für die Jungs nichts mehr so, wie es vorher war. „Königin von Niendorf“, werden die Jungen eines Tages Lea nennen. Bis es soweit ist, haben sie jede Menge Abenteuer vor sich und die eine oder andere Bewährungsprobe zu bestehen.

„Die Königin von Niendorf“ ist auch der Titel des Drehbuchs, das Joya Thome und Philipp Wunderlich zusammen erdacht haben. Nach aufwendigen Castings für die Suche nach Darstellern (MAZ berichtete), haben die ausgewählten Kinder nun zum ersten Mal vor einer richtigen Kinofilm-Kamera gestanden. „Eigentlicher Drehbeginn ist zwar erst am 25. Juli, aber wir brauchen vorab ein Crowdfunding-Video, mit dem wir versuchen wollen, Leute zu finden, die bei der Finanzierung des Projekts helfen“, sagt Joya Thome.

Nach dem Schnitt des mehrstündigen Rohmaterials soll das fertige Werbevideo ab diesem Sonntag, dem 19. Juni, unter der Adresse www.koeniginvonniendorf.de im Internet zu sehen sein und Filmfans animieren, Geld für das Kinderfilmprojekt zu spenden.

„Crowdfunding ist eine gute Möglichkeit, schnell und vor allem unkompliziert genügend Geld zusammenzubekommen“, weiß Thome aus den Erfahrungen anderer Filmemacher-Kollegen. „Der Weg durch die offiziellen Förderinstanzen ist für ein Filmprojekt dieser Art viel zu lang und zu aufwendig.“

Das anvisierte Spendenziel der Filmcrew sind 10 000 Euro, um die schmal gehaltenen Produktionskosten finanzieren zu können. „Wir hoffen, dass es Unternehmer aber auch Privatleute aus der Region gibt, die die Filmidee gut finden und auch die Tatsache, dass der Film hier gedreht wird“, sagt die 26-Jährige, die auch die Regie führt.

Um Kosten zu reduzieren, wollen Joya Thome und Philipp Wunderlich die Spendenaktion über die eigene Webseite realisieren. „Etablierte Crowdfunding-Seiten wollen mitverdienen und erheben Gebühren“, erläutert Thome weiter. Neben Szenen, die der späteren Handlung vor empfunden sind, enthält das Crowdfunding-Video Interviews mit der Filmcrew und mit den Hauptdarstellern.

Für die Drehzeit des Kinderspielfilms sind insgesamt drei Wochen veranschlagt. Neben Bande und Königin wurden rund 50 Kinder für Nebenrollen ausgewählt. Hautdrehort ist der Niendorfer Bauernhof von Thomes Vater und das Dorf. Ob die großen Schulszenen in der Grundschule in Dahme oder Luckau gedreht werden, steht noch nicht fest. 150 Mädchen und Jungen hatten sich bei den Castings in den Grundschulen in Dahme und Luckau im Mai dieses Jahres sowie nach einem Aufruf in der MAZ zum Mitspielen in dem Film „Königin von Niendorf“ gemeldet. Etwa 30 von ihnen kamen für eine der Hauptrollen in die engere Wahl und wurden dann zu ersten Testaufnahmen eingeladen, bei denen die Caster herausfinden wollten, in welchen Konstellationen welche Kinder zueinander passen. Vor laufender Kamera schlüpften die Jungs und Mädchen deshalb in verschiedene Rollen.

Von Uwe Klemens

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