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Die Kunst des Überwinterns

Klaus Seifert macht Gärten winterfest und hilft Nachbarn Die Kunst des Überwinterns

Einen Garten pflegen will gelernt sein. Gerade jetzt, wo der Herbst beginnt. Schließlich muss alles winterfest gemacht werden. Die MAZ hat sich mit einem wahren Experten getroffen und sich ein paar Tipps geben lassen.

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Klaus Seifert pflückt die Äpfel, um sie vor Frost zu schützen.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Es gibt so manch Laubenpieper, der fühlt sich mit einem Garten schon überfordert. Nicht so Klaus Seifert. Er hat gleich zwei Parzellen in der Kleingartenanlage „Erholung“ in Luckenwalde. Einen seit 1976, den anderen seit sechs Jahren. Darüber hinaus hilft er auch noch bei den Nachbarn aus, wenn Not am Mann ist. „Ich kann doch keinen 80-Jährigen auf die Leiter steigen lassen!“, sagt Klaus Seifert.
Er selbst ist 61 Jahre alt und mit Landwirtschaft groß geworden. Sein Vater unterhielt ein Pferdefuhrwerk. Da blieb ihm nichts anderes übrig, als mitzuhelfen. Während seine Schulkameraden spielten, musste er auf dem Acker Rüben hacken. Das schreckte ihn keineswegs ab. Er mag Gartenarbeit, sonst hätte er jetzt nicht zweimal 350 Quadratmeter unter seinen Fittichen.
Dass es jetzt im Herbst tüchtig zu tun gibt, stört ihn nicht. „Es muss alles umgegraben und winterfest gemacht werden“, sagt der gebürtige Luckenwalder. Jeden Tag schaut er nach dem Rechten, füttert die Kaninchen und die Fische im Teich. Ohne Garten wäre ihm viel zu langweilig. Seit einer Handoperation macht er vieles buchstäblich mit links. „Das war schon ungewohnt, mit der Schere in der linken Hand die Äste zu verschneiden“, fügt er hinzu.
Chemische Keulen lässt Klaus Seifert in seinem Garten nicht zu. Wenn sich an den Johannisbeeren die Blätter kräuseln, schneidet er die Blätter ab und vernichtet sie. „Wenn ich Gift einsetze, kann ich ringsherum nichts ernten“, erklärt er. Und gerade deshalb hat er die beiden Gärten, um gesunde Kost zu ernten. Wichtig sind ihm vor allem Bohnen. In diesem Jahr hat er sie schon dreimal ernten können. Bedauerlich nur, dass durch den ersten Frost der vergangenen Tage die restlichen Pflanzen erfroren sind. Jetzt bringt er alles in Sicherheit. Die Tomaten haben den Nachtfrost unbeschadet überstanden. Die Äpfel werden gepflückt und eingelagert. „jetzt sind sie so sauer, fast ungenießbar. Im nächsten Jahr kommen sie auf den Kuchen und schmecken fantastisch“, berichtet der Kleingärtner.
Wenn mal nichts im Garten zu tun ist, dann wird gewerkelt. Für die Kinder der Luckenwalder Kita „Vier Jahreszeiten“ baute er ein Insektenhotel, das er ihnen zum Wieder-Einzug nach der Kita-Sanierung schenkt. Auch die Enkel freuen sich über Opas handwerkliches Geschick. Der gelernte Maurer überraschte sie mit Baumhäusern, in denen sogar Erwachsene stehen könnten.

Von Margrit Hahn

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