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Teltow-Fläming Die Kunst im Bankdokument
Lokales Teltow-Fläming Die Kunst im Bankdokument
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00:20 12.10.2017
Die Künstlerin Maria Luise Faber vor einem ihrer Werke im Schulze-Delitzsch-Haus der VR-Bank in Luckenwalde. Quelle: Iris Krüger
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Luckenwalde

Nach zwei Jahren ohne Ausstellung veranstaltete die VR-Bank Fläming am Sonntag wieder eine Vernissage in ihren Räumen in der Baruther Straße in Luckenwalde ein. Unter dem Titel „Fremde Welt“ präsentiert die Künstlerin Maria Luise Faber Zeichnungen und keramische Skulpturen, die sie extra für diese Ausstellung erarbeitet hat. Das Besondere dabei ist die Verbindung von Bank und Kunst durch die Nutzung historischen Archivmaterials des Geldinstituts. Dieses diente der Künstlerin als Grundlage sowie als Anregung für ihre Werke.

Blick auf verborgene Baupläne der Dinge und Zustände

„Maria Luise Faber ist eine sehr feinfühlige Beobachterin der Erscheinungen und Vorgänge um uns herum. Ihr Augenmerk richtet sie vor allem auf die verborgenen Baupläne der Dinge und Zustände“, sagte Galeristin Gabriele Klose in ihrer Laudatio. Ihre künstlerische Arbeit verstehe Maria Luise Faber als „ein Herausfiltern der wesentlichen Grundbausteine, ein Ausloten feiner Gewichtigkeiten von Formen, Farben und Materialien“.

Die Künstlerin wurde 1957 in Berlin geboren, absolvierte ihr Abitur in Kamenz und begann eine Töpferlehre. Nach einem Studium lebte und arbeitete sie zunächst in Berlin und dann in Lindenbrück bei Wünsdorf.

Künstlerin mit starkem Bezug zu Ton

„Auch wenn sie sich in ihrer bildhauerischen Arbeit mitunter ungewöhnlichen Dinge wie Stoffen, Bindfäden, Seilen und Holz zugewendet hat, blieb der Ton doch das wesentliche Material für sie“, sagte Klose. Bis heute fertigt die Künstlerin klassische Töpferwaren wie Tassen, Teller oder Kannen an. Zudem leitet sie Töpferkurse an der Kreisvolkshochschule Teltow-Fläming.

28 klein- und großformatige Ausstellungsstücke

Doch nicht nur das Arbeiten mit Ton, das Erschaffen von Skulpturen und Objekten liegt ihr. Schon während ihres Studiums gestaltete sie grafische Arbeiten auf alten Formularen, Buchseiten oder benutztem Papier. „Im Laufe der Zeit setzte sie sich bewusster mit den historischen Bezügen, den konkreten Hintergründen und den ästhetischen Besonderheiten des heute fast schon im Aussterben begriffenen Handschriftlichen auseinander“, so die Laudatorin weiter. Faber habe herausgefunden, dass die alten Blätter Hinweise auf die Verfasstheit einer Gesellschaft enthielten. Mit ihren Überzeichnungen und Collagen versuche sie, dieser nachzuspüren und versteckte Botschaften zu verdeutlichen.

Das gilt auch für die 20 Zeichnungen im A4-Format und den acht größeren Arbeiten, die die Künstlerin gemeinsam mit weiteren Objekten derzeit im Schulze-Delitzsch-Haus ausstellt.

Von Iris Krüger

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