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Teltow-Fläming Die Kunstrasen-Krise in Luckenwalde
Lokales Teltow-Fläming Die Kunstrasen-Krise in Luckenwalde
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02:20 23.08.2014
Völlig abgenutzt ist der Kunstrasenplatz im Luckenwalder Werner-Seelenbinder-Stadion. Quelle: Frank Nessler
Luckenwalde

Haben wollen sie ihn alle. Aber wie er finanziert werden soll, weiß keiner so recht: Der Kunstrasenplatz im Werner-Seelenbinder-Stadion ist nach 17 Jahren ziemlich hinüber. Die Fußballer vom FSV 63 fordern schon seit langem einen neuen Kunstrasenbelag. Jetzt haben sie auch die CDU überzeugt, doch die Stadtverwaltung sträubt sich noch.

Einen Finanzierungsvorschlag zu liefern, wie es ein Antrag der CDU/FDP-Fraktion forderte, bringe die Verwaltung in arge Bedrängnis, meinte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) in der Stadtverordnetensitzung am Dienstagabend. Die Anschaffung eines neuen Kunstrasenbelags sei „ein Klassiker für Haushaltsberatungen“, so Herzog-von der Heide weiter. Da könne man sich nicht im Vornherein schon festlegen, eine solche Anschaffung zu tätigen.

Genau das forderte aber die CDU/FDP-Fraktion. Sie beantragte, „dass die Verwaltung bis Ende Oktober 2014 ein Konzept zur Erneuerung des Kunstrasenplatzes im ersten Halbjahr 2015 vorlegt“. Das Konzept solle insbesondere die erforderliche Leistungsbeschreibung wie Beschaffenheit, Nutzungsmöglichkeiten, Nutzungsdauer sowie einen Zeitplan und die Finanzierung des Vorhabens enthalten.

„Das ist alles kein neues Thema“, meinte Fraktionsvorsitzender Sven Petke. Schließlich sei der Kunstrasen seit 17 Jahren in Gebrauch. „Da ist nicht mehr viel, was den Namen Rasen rechtfertigt.“ Nach dem Einwand der Bürgermeisterin bot Petke an, die Finanzierung des Vorhabens aus dem Antrag herauszunehmen. Es gehe darum, den Sportlern ein Signal zu setzen. Seiner Fraktion liege ein Angebot für einen Kunstrasenplatz in Höhe von 200000 Euro vor. In Stahnsdorf, so Petke, sei es mit Hilfe von Sponsoren und Vereinen gelungen, die Kosten für die Gemeinde niedrig zu halten.

Elisabeth Herzog-von der Heide sah eine große Übereinstimmung darin, dass eine Verbesserung an der Stelle nötig sei, „man kann aber nicht mit Verantwortung versprechen, dass wir das nächstes Jahr hinkriegen“. Bis Oktober/November könne die Verwaltung zwar eruieren, welche Sanierungsvarianten möglich seien, sie bat aber darum, keine Entscheidung zu treffen, dass es dann auch gemacht wird. Schließlich sei es das Ziel, einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.
Auch Peter Gruschka (SPD) empfahl, das Thema in die Haushaltsdiskussion zu verlegen: „Hier geht es um die Leistungsfähigkeit der Stadt als Ganzes.“ Da könne man nicht einfach Dinge aus dem Haushalt herauslösen, um davon den Kunstrasenplatz zu bezahlen. Christoph Guhlke (CDU) konterte: „Das Turmfest wird doch auch schon angeleiert bevor ein Haushalt beschlossen ist.“

Erik Scheidler, Fraktionsvorsitzender von Die Linke/Bauernverband schlug vor, dem CDU/FDP-Antrag zuzustimmen, wenn der Finanzierungsabschnitt herausgenommen werde. Sven Petke änderte daraufhin seinen Antrag dahingehend, dass die Verwaltung ein Konzept „mit dem Ziel“ einer Erneuerung des Kunstrasenplatzes vorlegt. Die Finanzierung strich er – wie angeboten – heraus.

„Das, was wir leisten können“, so die Bürgermeisterin, „ist eine Aufstellung darüber, welche Sanierungsmaßnahmen erforderlich sind und welche Kosten das verursacht.“ Ob man das 2015 oder 2016 in den Haushalt aufnehme, sei noch nicht vorhersagbar. „Wenn der Platz aber 2015 nicht saniert wird, ist er nicht mehr benutzbar“, so Scheidler. „Dann muss er gesperrt werden.“ Mit 13Ja-, sechs Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen wurde der geänderte CDU/FDP-Antrag verabschiedet.

Von Hartmut F. Reck

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