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Die Lichter bleiben an

Kommunen haben noch Geld für die Straßenlaternen Die Lichter bleiben an

Die Menschen zwischen Blankenfelde-Mahlow und Baruth müssen nicht damit rechnen, abends im Dunkeln spazieren zu gehen. Die MAZ hatte gestern berichtet, dass Kommunen in Brandenburg die Straßenbeleuchtung abschalten, um Geld zu sparen.

ZOSSEN. .

In Zossen ist das kein Thema. „Wir haben in den vergangenen acht Jahren unsere Altschulden abgebaut“, sagte Stadtsprecher Axel Jürs. Die Einnahmen sind stabil, was er vor allem auf die niedrige Gewerbesteuer zurückführt, die in den vergangenen Jahren viele Unternehmen in die Stadt gelockt habe. Mit den Investitionen in Bildung und Kinderbetreuung soll sich dieser Trend fortsetzen. „Wir wollen bei den weichen Standortfaktoren noch besser werden“, sagt Jürs.

Blankenfelde-Mahlow hat im vergangenen Jahr fast eine Million Euro für Laternen auf zehn Kilometern Straße ausgegeben. Die vor ein paar Jahren praktizierte Abschaltung jeder zweiten Laterne hat man schnell wieder rückgängig gemacht. „Dadurch hatten wir einen ungünstigeren Stromtarif und mussten fast genauso viel bezahlen wie vorher“, sagt der stellvertretende Bürgermeister Jörg Sonntag. Sein Amtskollege Uwe Fischer aus Großbeeren hält ebenfalls nicht viel davon, an den freiwilligen Aufgaben zu sparen, auch wenn die finanzielle Situation der Gemeinde nicht mehr so rosig ist wie früher. „Auf dem Papier sieht es gut aus, aber die Kreis- und Gewerbesteuerumlage nimmt uns fast alle Einnahmen weg“, sagt Fischer. Derzeit ist Großbeeren mit 6,8 Millionen Euro verschuldet. Im Rathaus hofft man auf eine Erweiterung des Güterverkehrszentrums, die neues Geld in die Gemeindekasse spülen soll.

Ludwigsfelde spart, indem die Stadt alte Leuchten abschaltet, wenn gegenüber moderne Laternen mit Spartrafos stehen, die weniger Strom verbrauchen. Neuerdings werden Leuchten in den späten Nachtstunden gedimmt. Wie lange die Laternen in der Gemeinde Am Mellensee noch brennen, weiß Bürgermeister Frank Broshog nicht. Eine teilweise Abschaltung könnte „in Zukunft ein Thema sein“, sagt er. Wegen der Kreisumlage könnte der Haushalt kommendes Jahr nicht mehr ausgeglichen sein. Die Gemeinde müsste ein Haushaltssicherungskonzept vorlegen, bei dem zuerst freiwillige Leistungen gestrichen werden. Ein ähnliches Szenario droht auch in Baruth. Kämmerin Ruth Ziemer hält allerdings nichts von dunklen Straßen: „Das war in der Vergangenheit nicht sehr effektiv und ist auch aus Sicherheitsgründen fragwürdig.“ (Von Christian Zielke)

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