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Die Neue Mitte ist vollständig

Ludwigsfelde Die Neue Mitte ist vollständig

Der letzte Bauabschnitt der Neuen Mitte in Ludwigsfelde ist am Donnerstag eröffnet worden. Gleichzeitig wurde mit einem Fest unter der Autobahnbrücke die Fertigstellung des Projekts gefeiert, das die Stadt für fast zwei Jahrzehnte beschäftigt hatte.

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-Viele Ludwigsfelder waren bei dem schönen Wetter gekommen, um die Fertigstellung der Neuen Mitte in Ludwigsfelde zu feiern.

Quelle: Gudrun Ott

Ludwigsfelde. Den Namen „Neue Mitte“ wollte Bürgermeister Andreas Igel (SPD) am Donnerstag bei der Eröffnung des vierten und letzten Bauabschnitts der Ludwig Arkaden nicht betont wissen, denn offiziell heißt die neue Einkaufs-und Bummelmeile „Ludwig Arkaden“. Aber wie das so ist, der Name „Neue Mitte“ hat sich bei den Ludwigsfeldern längst eingeprägt. Schließlich haben die Stadtväter lange darum gerungen, die gefühlte Zweiteilung der Stadt durch die Autobahn zu beenden.

Erste Pläne bereits 1998

Bereits 1998 entschieden die Stadtverordneten über die Entwicklung eines Stadtzentrums mit einem Factory Outlet Center. Nach zwei Jahren scheiterte das Projekt aus Mangel an Betreibern. Im März 2013 entschied man sich dann für den Investor Ten Brinke, der einen Monat später sein Projekt vorstellte. Geschäftsführer und Projektentwickler Jens Wantia freute sich, nun den symbolischen Schlüssel für die Eröffnung der Ludwig Arkaden an Bürgermeister Igel übergeben zu können und wies darauf hin, dass viel Zeit in die Entwicklung der Ludwig Arkaden investiert wurde. Elfi Heesch, Abteilungsleiterin der Abteilung Stadtentwicklung und Wohnungswesen im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung sagte: „Wir haben 10, 2 Millionen Euro Fördermittel vom ‚Bund-Länder Programm aktive Stadt- und Ortszentren’ bereitgestellt.“ Sie zeigte sich vom Ergebnis beeindruckt: „Es ist nicht leicht, so einen Bereich unter der Autobahn zu beleben.“

Die ersten Kunden vor den Geschäften

Die ersten Kunden vor den Geschäften

Quelle: Gudrun Ott

Das Projekt ist komplex und besteht aus der Skateranlage, dem Stadt-Aktivpark, dem Einkaufszentrum, der Polizeiwache, der Sparkasse und zahlreichen Geschäften. In 14 Tagen soll auch die Zufahrtsstraße zum Ostverbinder fertig sein. Der Edeka-Markt sowie die Polizeiwache waren der erste Bauabschnitt, der vierte und letzte sind die Ludwig Arkaden.

50 Jahre eine Stadt ohne Mitte

„50 Jahre war Ludwigsfelde eine Stadt ohne Mitte. Es begann mit der Aufständerung der Autobahn. Wir wollten eine bebaute Innenstadt mit Einzelhandelsbereich“, sagte der Bürgermeister. „Und nun ist sie da, die „Neue Mitte“ und die ist toll“, sagte der zwölfjährige Dave Brachwitz. Seine Schwester Janin-Sophie und Mutter Sabine Bischoff nickten zustimmend. „Ja, hier ist es schön geworden, aber was wird mit den ehemaligen Läden, die nun leer stehen? Was ist mit den alten Menschen, für die die Einkaufswege nun länger sind?“, fragte Sandra Schmidt.

Das Eis in der Neuen Mitte schmeckt super, schwärmten der 12 Jahre alte Dave Brachwitz, seine Schwester Janin-Sophie und Mutter Sabine Bischoff (vl)

Das Eis in der Neuen Mitte schmeckt super, schwärmten der 12 Jahre alte Dave Brachwitz, seine Schwester Janin-Sophie und Mutter Sabine Bischoff (v.l.)

Quelle: Gudrun Ott

Die junge Mutter Nancy Beltz hingegen zeigte sich zufrieden. „Ich wohne nur 800 Meter von hier, mir gefällt, dass ich alle Geschäfte in der Nähe habe.“ Da ist das Traditionskaufhaus Woolworth, das auf knapp 1200 Quadratmetern rund 6000 Artikel für den täglichen Bedarf anbietet. Man sei sehr froh, hier in Ludwigsfelde ein Kaufhaus eröffnen zu können und hoffe, ein fester und sympathischer Bestandteil Ludwigsfeldes zu werden, so Klaudia Rüttgers von der Bezirksleitung des Unternehmens.

Erinnerungen an das alte Kaufhaus

Den Abiturientinnen Laura Seiler und Susanna Ameti gefiel vor allem das Eis Café, aber: „Zwei Deichmann-Filialen, was soll das?“, fragten sie sich. „Wir sind eine Firma, wir unterstützen uns gegenseitig“, entgegnete Deichmann Filialleiterin Ulrike Abromeit. In der neuen Deichmann Filiale sei außerdem das Angebot umfangreicher, die Verkaufsfläche größer.

Besucherin Barbara Kowalski fühlte sich angesichts der Ludwig Arkaden an das frühere Ludwigsfelder Kaufhaus erinnert. Das hatte seine Türen 1960 geöffnet. Barbara Kowalski hat es bis zu seiner Schließung 2004 geleitet. „Konfektion, Spiel- und Haushaltswaren, eigentlich war alles drin. Und das Haus hatte sogar einen Dachgarten.“ Wehmütig sei sie keineswegs, denn die Stadt habe sich großartig entwickelt, sagte sie und fügte hinzu: „Ich bin in Ludwigsfelde geboren und möchte nirgend woanders hin. Auch meine Söhne leben gerne hier.“

Von Gudrun Ott

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