Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Die Perle des Südens

Dobbrikow Die Perle des Südens

Zu Beginn der Saison sah es auf dem Campingplatz in Dobbrikow nicht gut aus: Schlechte Wetter vertrieb die Kundschaft. Trotzdem zieht Platzleiter André Merten eine positive Bilanz, denn Juli und August brachten warme Tage. Die Saison endet aber erst am 31. Oktober.

Voriger Artikel
Lkw-Lärm raubt Neuhofern den Schlaf
Nächster Artikel
Der WAZ fährt elektrisch

Sehr idyllisch und ruhig war es gestern am Dobbrikower Glienicksee. Einige nutzten das schöne Wetter für eine Abkühlung.

Quelle: Margrit Hahn

Dobbrikow. „Das schöne Wetter kommt zu spät. Die Ferien sind vorbei“, stellt Campingplatzleiter André Merten nüchtern fest. Trotzdem ist er mit der diesjährigen Saison auf dem Dobbrikower Campingplatz zufrieden. Dabei sah es anfangs ziemlich mau aus.

„Zu Pfingsten hatten wir so wenig Gäste, wie seit zehn Jahren nicht“, fügt er hinzu. Mitte Mai bis Anfang Juni sah es nicht besser aus. Dann hat sich aber doch noch alles ganz gut entwickelt. Die Dauercamper kommen meist freitags und bleiben bis sonntagnachmittags. Einige von ihnen haben aus Altersgründen ihren Stellplatz aufgeben. Die Sorge, dass sich niemand dafür finden würde, war unbegründet. „Vor allem für junge Familie ist Camping eine gute Alternative, preiswert Urlaub zu machen“, weiß Merten aus Erfahrung. Und so gibt es kaum freien Kapazitäten. Die Nachfrage steigt von Jahr zu Jahr. Momentan stehen 200 Plätze zur Verfügung, zwei davon sind frei.

Andreas Polster, André Merten und Burkhard Siepert (vl)

Andreas Polster, André Merten und Burkhard Siepert (v.l.).

Quelle:

„Deshalb wird auch an eine Erweiterung in Erwägung gezogen. Es gibt bereits erste Pläne. Doch die Umsetzung geht nicht von heute auf morgen“, sagt Merten. Sobald alles in trockenen Tüchern ist, werden die Dauercamper informiert. Es ist angedacht, die Sanitäranlagen an der Wiese auf Vordermann zu bringen. Der alte Container ist der Campingleitung schon seit langem ein Dorn im Auge. Dafür könnte das alte Gebäude, in dem zu DDR-Zeiten die Toiletten untergebracht waren und jetzt als Lager dient, wieder genutzt werden. Doch zuvor muss das Vorhaben mit den Ämtern abgestimmt werden. „Mit der Gemeinde Nuthe-Urstromtal arbeiten wir sehr gut zusammen. Sie unterstützt uns in jeder Hinsicht“, sagt Merten.

Die neuen Solarleuchten, die Ende vergangenen Jahres eingebaut wurde, haben sich bewährt. Sie sind heller und sparen Strom.

Saison beginnt jährlich am 1. März

Die Saison auf dem Campingplatz beginnt alljährlich am 1. März. „Bis dahin müssen die Arbeiten abgeschlossen sein, denn die Gäste möchten ihre Plätze und die Wiese nutzen“, berichtet André Merten. Gemeinsam mit seinem Mitarbeitern Andreas Polster, Burkhard Siepert und Heike Paul sorgt er dafür, dass zum Saisonauftakt Ordnung herrscht. Dass trotzdem nicht immer alles reibungslos verläuft, sei bei der großen Gästeanzahl völlig normal. Hin und wieder wird André Merten nachts auf den Campingplatz gerufen, weil das Ruheempfinden nicht bei allen gleich ist. Eine Kamera nimmt zudem 24 Stunden rund um die Uhr auf, was sich auf dem Platz abspielt.

Während die Dauercamper in Dobbrikow zugenommen haben, ist die Zahl der Badegäste zurückgegangen. „Das war aber auch in den vergangenen Jahren so und nicht nur bei uns“, sagt der Campingplatzleiter. Den Grund dafür kennt er nicht. An den Preisen kann es seiner Ansicht nach nicht liegen, die sind seit Jahren konstant und auch familienfreundlich – Kinder bis zu zehn Jahren haben freien Eintritt.

DLRG-Wettkämpfe am Glienicksee

Einige Familien haben in diesem Jahr auf dem Campingplatz die Einschulung ihrer Kinder und Enkel gefeiert und die DLRG richtete Wettkämpfe am Glienicksee aus. „Das ist das Schöne: Es wird es nie langweilig“, sagt Merten.

Dass die Besucher hier und da etwas liegenlassen und Kinder ihr Spielzeug einbuddeln, daran hat er sich längst gewöhnt. Wie viele Autoschlüssel schon an der Rezeption abgegeben wurden, hat er nicht gezählt – aber es waren etliche. Die Sauberkeit ist das Aushängeschild des Platzes und darauf wir viel Wert gelegt. Dementsprechend würden sich die Besucher auch recht ordentlich verhalten. Manchmal ist Merten der Retter in der Not, wenn jemand mit Reifen- oder Motorschaden liegenbleibt oder nur so eben ankommt. Dann vermittelt er an die Autowerkstatt im Ort.

 

Hintergrund

Der Campingplatz in Dobbrikow liegt im Naturpark Nuthe-Nieplitz und wird in der Gemeinde gern als „Perle im Süden von Berlin“ bezeichnet.

Der Glienicksee mit Sandstrand, Beachvolleyball-Platz und Spielplatz wird von sechs weiteren Seen umrahmt.

Derzeit verfügt der Campingplatz über 200 Stellplätze für Dauercamper. Bei schönem Wetter kommen am Wochenende bis zu 350 Tagesgästen.

Die Höchsttemperatur des Glienicksees betrug in diesem Jahr 25 Grad.

In diesem Jahr war das Publikum in Dobbrikow wieder international. Selbst Amerikaner und Australier waren dabei, wobei diese meist nur eine Nacht bleiben und dann weiterreisen. Schweizer, Österreicher, Holländer, Tschechen, Polen, Russen und Spanien weilten dagegen länger.

Am 31. Oktober endet die Saison. Wer noch eine Unterkunft für September oder Oktober sucht, kann Glück haben. Es gibt es freie Plätze in den sogenannten Skaterhütten.

Von Margrit Hahn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg