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Die Probleme der Sozialarbeiter

Dahme Die Probleme der Sozialarbeiter

In Dahme sind drei neue Sozialarbeiter tätig. Sie arbeiten in der Grundschule, der Oberschule „Otto Unverdorben“ und im Jugendklub „Gleis 1“. Im Amtsausschuss stellten sie sich und ihre Arbeit vor. Dabei berichteten sie aber auch über Probleme, die ihnen den Arbeitsalltag erschweren.

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Elissa Helmke ist eine der neuen Sozialarbeiterinnen in Dahme. Sie ist an der Oberschule tätig.

Quelle: Uwe Klemens

Dahme. Für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Dahme gibt es neues Personal. In der Grundschule und der Oberschule „Otto Unverdorben“ arbeiten neue Schulsozialarbeiterinnen, im Jugendklub „Gleis 1“ gibt es einen neuen Sozialarbeiter. Alle drei haben sich den Mitgliedern des Amtsausschusses jetzt vorgestellt.

Elissa Helmke ist seit Jahresbeginn die Schulsozialarbeiterin in der Dahmer Oberschule. Sie hat Erziehungswissenschaften in Berlin studiert. Eines ihrer Ziele an der Schule: „Eine Gesprächs-und Konfliktkultur bei den Schülerinnen und Schülern entwickeln. Derzeit ist bei ihnen wenig lösungsorientiertes Denken vorhanden.“

Monatelang ohne Computer und Telefon

Peter Dahlke ist der neue Sozialarbeiter im Jugendklub „Gleis 1“. Sein Ziel: „Eine beständige Jugendarbeit aufbauen.“ Die Einrichtung war lange geschlossen. Inzwischen schauen die ersten Jugendlichen regelmäßig vorbei, wie der Sozialarbeiter sagt. Er plant auch Angebote in den Osterferien. Marie Roth ist die Schulsozialarbeiterin in der Grundschule. Sie arbeitet dort seit etwa einem halben Jahr: „Ich komme gern zur Arbeit. Die Kinder mögen mich.“ Und doch brodelt es in ihr.

Jörg-Martin Bächmann (Die Linke) hatte darauf aufmerksam gemacht, dass die Schulsozialarbeiterin monatelang ohne notwendige Arbeitsmittel wie etwa einem Computer oder Telefon auskommen musste, auch keinen geeigneten Raum zur Verfügung hatte. Das Mitglied des Amtsausschusses legte damit den Finger offenbar genau in die Wunde.

Mit den Tränen gekämpft

„Ich soll mich mit anderen Sozialarbeitern vernetzen und Berichte schreiben, bin aber gar nicht dafür ausgestattet“, erzählt Marie Roth, die hörbar angekratzt war und mit den Tränen kämpfte. „Einer schiebt die Verantwortung auf den anderen. Träger, Schule, Verwaltung – niemand fühlt sich zuständig und löst das Problem. Es sind zu viele Beteiligte, die mitreden wollen.“ Bei ihr entstand der Eindruck: „Man will Sozialarbeiter haben, aber nichts investieren.“

Marie Roth hat nach eigenem Bekunden schon in verschiedenen Ländern der Welt gelebt, auch in den USA: „So etwas wie hier in Dahme habe ich noch nie erlebt. Ich bin megafrustriert und nur wegen der Kinder geblieben. Doch ich überlege ernsthaft, ob ich auch weiterhin bleibe.“

Die neuen Sozialarbeiter haben ohnehin nur Verträge für vorerst ein Jahr, wie sie berichteten. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ist der Träger der Sozialarbeiter-Stellen. Mit dem will nun Dahmes Kämmerin Bärbel Schmidt „das Gespräch suchen“. Dem Amtsausschussvorsitzenden Thomas Willweber (Freie Wähler) war das Problem „bisher nicht bekannt. Ich bin schon überrascht.“

Von Andreas Staindl

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