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Die Region stöhnte unter der Hitze

Dahmeland-Fläming Die Region stöhnte unter der Hitze

Die Sonne knallte am Freitag erbarmungslos auf die Dahmeland-Fläming-Region. Arbeitnehmer stöhnten, viele Leute blieben gleich ganz zu Hause, und wer konnte, suchte Abkühlung an der Eisdiele, am Badesee oder – wie drei Frauen – im Königs Wusterhausener Notte-Kanal. Notärzte und Krankenhäuser hatten aber eher wenig zu tun.

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Kleine Abkühlung, die Erste: Diese drei Frauen badeten gestern spontan im Notte-Kanal .

Dahmeland-Fläming. Um 16 Uhr hatte sich das Thermometer in der Jänickendorfer Wetterhütte auf 34,2 Grad Celsius hochgeschraubt. Das ist der höchste Wert, der in diesem Jahr bisher gemessen wurde. Und die Hitze zeigte die zu erwartenden Auswirkungen: Die Region stöhnte. Während sich an den Eisdielen die Leute Schoko, Vanille und Erdbeereis in großen Portionen genehmigten, lief das öffentliche Leben etwas langsamer ab als gewöhnlich. Die Gemüsehändlerinnen auf dem Königs Wusterhausener Markt räumten ihren Stand schon um 14.30 Uhr ein. Bereits um kurz vor sieben, beim Aufbau, sei es drückend heiß gewesen, sagt Susanne Keding. Trotz Wasser, trotz Eis – nach mehr als sieben Stunden in der Hitze reicht es dann. Auch wenn nicht alle dafür Verständnis haben. „Wenn wir früher abbauen, fragen manche Kunden verwundert: Wie, jetzt schon?“, sagt Susanne Keding und zuckt mit den Schultern. Generell suchte am Freitag jeder, der konnte, das Wasser. In den Strandbädern brummte es, auf den Wasserspielplätzen planschten die Kinder und selbst im Notte-Kanal, der eigentlich nicht als Badeparadies bekannt ist, drehten drei Frauen ein paar erfrischende Runden.

Wenig Notfälle

Weil sich die Menschen offenbar an die Regeln hielten, die die verantwortlichen Stellen seit Tagen herausgegeben hatten – viel trinken, kein Leistungssport, möglichst in kühlen Räumen aufhalten – hielten sich auch die Notfälle in den Krankenhäusern in Grenzen. Das Luckenwalder DRK-Krankenhaus meldete bis 17 Uhr etwa zehn Patienten, die wegen der Hitze Probleme mit dem Kreislauf bekommen hatten. In Königs Wusterhausen waren es acht, zumeist ältere Patienten oder Kinder.

 Der heißeste Tag der Jahres, man kühlt sich ab, wie hier audf dem Spielplatz

Der heißeste Tag der Jahres, man kühlt sich ab, wie hier audf dem Spielplatz

Quelle: Fischer

Die geschwächten Patienten bekamen etwas zu trinken, außerdem in der Regel eine Infusion. „Dann muss man sich den Gesamtzustand anschauen“, sagt der Ärztliche Direktor des Luckenwalder Krankenhauses, Klaus Schenke. Manche müssen auch stationär behandelt werden und ein paar Tage im Krankenhaus bleiben.

Waldbrand bei Halbe

Auch die Feuerwehren hatten aufgrund der Hitze zu tun. Südlich von Halbe, bei Massow, brach kurz nach 16 Uhr ein Feuer in einem Privatwald aus. Der Landkreis Dahme-Spreewald alarmierte groß und schickte zahlreiche Wehren zum Einsatzort. Die bekamen den Brand dann auch schnell unter Kontrolle. Am Ende waren gerade 1000 Quadratmeter betroffen. „Das schnelle Eingreifen war aber wichtig. Bei der Hitze kann sich ein Feuer in solch großen Waldstücken rasch ausbreiten“, sagte der Waldbrandbeauftragte des Landesbetriebs Forst, Reimund Engel. Abgesehen von diesem Waldbrand meldeten die Detektoren im Verlauf des Tages dann nur noch einen brennenden Traktor im Landkreis Teltow-Fläming. Am Donnerstag hatte es noch an vier Stellen in Teltow-Fläming gebrannt.

Feuergefahr nimmt ab

Die Waldbrandgefahr nimmt in den kommenden Tagen wohl ab. „Aufgrund der Wetterlage und der angekündigten Niederschläge hat der Deutsche Wetterdienst die Warnstufen für die Region bereits heruntergesetzt“, sagt Reimund Engel. Zwar soll es am Sonnabend noch einmal heiß werden, für Dahme-Spreewald gilt trotzdem nur noch die Warnstufe 3, für Teltow-Fläming wurde bereits die Warnstufe 2 ausgerufen. Ab Sonntag legt der Hochsommer mal wieder eine Pause ein.

Von Oliver Fischer

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