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Die Retter der Sommerferien hören auf

Neuer Ferienpass-Macher gesucht Die Retter der Sommerferien hören auf

Nach zehn Jahren machen Helmut und Monika Uwer zum letzten Mal den Ferienpass für Blankenfelde-Mahlow. Das Ehepaar möchte die Arbeit ab dem kommenden Jahr in neue Hände abgeben. Als Belohnung winkt neben fröhlichen Kinderaugen auch für Erwachsene immer neue Einblicke in die Gemeinde.

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Zehn Jahre haben Monika Uwer-Zürcher und Helmut Uwer das Programm für den Ferienpass zusammengestellt.

Quelle: Christian Zielke

Blankenfelde. Gegen Ende haben die Sommerferien oft etwas Zähes. Die große Reise ist meist vorbei, jeden Tag am Strand zu liegen, strengt auch an, doch auf Schule hat man trotzdem keine Lust.

In Blankenfelde-Mahlow gab es den Ferienpass gegen die Langeweile. Zehn Jahre lang stellten Helmut Uwer und seine Frau Monika Uwer-Zürcher ein vielfältiges Programm für die letzte Sommerferienwoche zusammen. 50 bis 60 Kurse in einer Woche – von Bildhauen über Kochen bis zu Sport. Die Teilnehmer am Ferienpass durften sogar hinter Türen blicken, die sich nicht für jeden aufschließen, etwa die des Bahnstellwerks am Glasower Damm oder die Hallen von Rolls-Royce, in denen die riesigen Flugzeugtriebwerke montiert werden.

Dieses Jahr wollen beide zum letzten Mal die Mühe auf sich nehmen. Vom kommenden Jahr an, so ihr Wunsch, führen Andere das Projekt Ferienpass fort. „Man sollte nichts für ewig machen“, sagt Helmut Uwer. Im Laufe der Jahre ist immer mehr Arbeit an ihm und seiner Frau hängengeblieben. Die drei Söhne sind mittlerweile erwachsen und wohnen nicht mehr zu Hause. Sie waren jahrelang fest ins Ferienpass-Programm eingeplant, mussten kochen und Telefondienst übernehmen. „Unsere ganze Familie war eingespannt“, sagt Monika Uwer-Zürcher. Auch wenn man nach zehn Jahren von Routine sprechen kann, gab es jedes Mal viel zu tun. „Wir wollten immer vier bis fünf neue Sachen anbieten“, sagt Helmut Uwer.

Als das Ehepaar vor zehn Jahren zum ersten Mal den Ferienpass auflegte, hofften sie noch, die Jugendarbeiter der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow würden das Projekt fortführen. „Wir wollten eigentlich nur den Anstoß geben und dachten, dann wird es schon laufen“, erinnert sich der 62-Jährige. Doch die Jugendarbeiter hatten mit ihrer eigentlichen Arbeit genug zu tun, zudem waren die Teilnehmer des Ferienpasses zu jung. Und so wurden aus dem Anstoß zehn Jahre, in denen sich die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow stets als guter Partner erwiesen habe. „Wir haben von Anfang an große Unterstützung erfahren“, sagt Helmut Uwer. Die Gemeinde unterstützte den Ferienpass finanziell oder stellte Räume für Veranstaltungen zur Verfügung. Auch bei vielen Ateliers mussten die Uwers nicht lange bitten. „Manche haben ihren Urlaub um den Ferienpass herum gelegt“, sagt Monika Uwer-Zürcher. Viele Kinder waren immer wieder dabei.

Die Uwers hoffen, dass andere nun die Tradition fortführen. Vorschriften, wie die Nachfolger den Ferienpass gestalten sollen, machen sie nicht. „Jeder bringt seine eigenen Ideen ein“, sagt Helmut Uwer. Er verspricht, dass man auch als Erwachsener jedes Jahr wieder viel über Blankenfelde-Mahlow lernen kann.

Kontakt: Wer Interesse an der Arbeit zum Ferienpass hat, kann das Ehepaar Uwer unter 0 33 79/37 42 22 oder info@ferienpass-bm.de erreichen

Von Christian Zielke

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