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Die Rückkehr des Gulli-Autos

Rangsdorf Die Rückkehr des Gulli-Autos

Seit einer Woche fühlt sich mancher Rangsdorfer in längst vergessen geglaubte Zeiten zurückversetzt: Täglich leeren Pumpfahrzeuge die Abwasserleitungen. Grund dafür ist ein Schaden an einem Pumpwerk.

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Zweimal täglich, am Wochenende einmal, entsorgen die Männer von der DNWAB derzeit die betroffenen Grundstücke per Lkw.

Quelle: Andrea von Fournier

Rangsdorf. Seit einer Woche fühlt sich mancher Rangsdorfer in längst vergessen geglaubte Zeiten zurückversetzt: Täglich bis zu zwei Mal halten vor Häusern in sechs Straßen – Grenzweg, Pramsdorfer Weg, Falkenflur, Elsterweg, Fichtestraße und Großmachnower Allee – die Grubenentleerungsfahrzeuge der Dahme-Nuthe-Wasser- und Abwasserbetriebsgesellschaft (DNWAB), um die Behälter der Hauspumpwerke manuell zu leeren. Auch am Wochenende sind die „Gulliautos“ im Einsatz gewesen. So kalt, wie es zurzeit in den Nächten ist, müssen die Besatzungen der Fahrzeuge morgens mit dem Vorschlaghammer arbeiten, um die Gullideckel der Hauspumpwerke von den Schächten ziehen zu können.

50 Haushalte betroffen

Betroffen sind laut Auskunft der DNWAB etwa 50 Haushalte. Es gibt einen Schaden an einem Kabel zu den Hauspumpwerken, über den die Betroffenen einen Tag nach Feststellung schriftlich informiert wurden. Sofort waren Elektriker mit Messtechnik vor Ort, um die schadhafte Stelle zu finden und zu reparieren. Am Donnerstagabend hatte man im Grenzweg den Auslöser lokalisiert, am Freitag konnte der Tiefbau den Schaden beseitigen, sodass im Laufe des Tages die Anlage wieder in Betrieb genommen wurde. „Leider währte die Freude nur etwa vier Stunden, bevor eine weitere schadhafte Stelle anderenorts die erneute Abschaltung verlangte“, so Steffen Grünheid, Bereichsleiter Technik von der DNWAB.

Probleme mit Kabeln aus den 90er Jahren

Zurzeit laufen Techniker die Schächte ab und messen sie durch, damit auch dieser Schaden schnell gefunden werden kann. „Die Stromkabel in diesem Bereich sind vom Anfang der 1990er Jahre. Das ist eigentlich nicht viel für ein Erdkabel“, erklärt Grünheid. Mit 50 Jahren Nutzungsdauer könne man bei den Kabeln normalerweise rechnen, an anderen Stellen lägen sie sogar schon länger. Ob es an der Materialqualität kurz nach der Wende liegt? Das wisse man nicht.

Den Grundstücksbesitzern und Mietern der nunmehr mobil entsorgten Häuser entstünden durch diese Aktion keine zusätzlichen Kosten, man arbeite mit Hochdruck daran, den Normalzustand wiederherzustellen, heißt es von der DNWAB.

Von Andrea von Fournier

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