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Teltow-Fläming Die Sache mit der Nächstenliebe
Lokales Teltow-Fläming Die Sache mit der Nächstenliebe
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19:00 22.02.2013
LUCKENWALDE

. Er bewarb sich und wurde am 16. Juli 2012 eingestellt. Doch die Probezeit überstand er nicht. Im Dezember wurde ihm gekündigt. „Da wird in der Kirche Nächstenliebe gepredigt und dann erhalte ich zehn Tage vor Weihnachten meine Kündigung“, sagt Gerd Lehmann.

Die Arbeit auf dem Friedhof Vor dem Baruther Tor in Luckenwalde machte dem gelernten Landschaftsgärtner viel Freude. Doch Mitte Oktober erkrankte er an einer Lungenentzündung, die nicht sofort erkannt wurde. Er kam dann ins Krankenhaus und wurde wenige Tage später als geheilt entlassen. Lehmann arbeitete wieder – und wurde abermals krank. Nach vielen Untersuchungen wurde er nach Treuenbrietzen überwiesen. Dort diagnostizierte man eine Taubenallergie.

„Ich kam am 13. Dezember aus dem Krankenhaus. Zwei Tage später besuchte mich Pfarrer Riemer und brachte gleich die Kündigung zum 31. Dezember mit“, berichtet Lehmann. In dieser stand, dass der Beschluss für seine Kündigung im Gemeindekirchenrat mit deutlicher Mehrheit gefasst wurde.

Lehmann schrieb an den Gemeindekirchenrat. Er bat um eine zweite Chance. Zudem bescheinigte ihm sein Hausarzt, dass er wieder voll arbeitsfähig sei. Es nutzte nichts. Im Januar erhielt Gerd Lehmann abermals einen Brief: Der Gemeindekirchenrat bleibe bei dem Beschluss. Die Kündigung gilt.

Gerd Lehmann und seine junge Familie können das kaum verstehen. Er wurde in Schöneweide gefragt, ob er nicht Kirchenältester sein will. „Das passt doch nicht zusammen. Einerseits erhalte ich von der Kirche meine Kündigung, anderseits soll ich im Ort als Kirchenältester mitarbeiten“, stellt er fest.

Lehmann kann nicht verstehen, warum man nicht das Gespräch mit ihm suchte. „Für diesen Arbeitsplatz auf dem Friedhof habe ich meinen unbefristeten Job aufgegeben. Und jetzt wird mir aufgrund einer Krankheit, die inzwischen ausgeheilt ist, gekündigt“, berichtet der Schöneweider kopfschüttelnd.

Pfarrer Detlev Riemer wollte sich auf MAZ-Nachfrage nicht äußern. „Wir kommentieren keine Personalentscheidungen“, sagte er. Laut der Pressestelle der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburgische-schlesische Oberlausitz wird sich auch Bischof Markus Dröge, der von Lehmann einen Brief erhielt, nicht öffentlich äußern. „Die Kündigung erfolgte innerhalb der Probezeit. Arbeitsrechtlich ist nichts zu beanstanden“, sagte Pressesprecherin Heike Krohn.

Die Evangelische Kirchengemeinde hat die Stelle des Friedhofgärtners kürzlich neu ausgeschrieben. „Ich habe mich wieder beworben“, sagt Gerd Lehmann. (Von Margrit Hahn)

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