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Die Stadt wirbt für den „Kranich-Express“

Trebbin Die Stadt wirbt für den „Kranich-Express“

Mit dem „Kranich-Express“ – einem Elektro-Shuttle-Bus – will die Stadt Trebbin künftig Touristen und Einheimische an Wochenenden umweltfreundlich durch die Nuthe-Nieplitz-Region kutschieren. Für das Projekt wird ab 18. November im Internet Geld gesammelt.

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Filmdreh gestern vor dem Trebbiner Rathaus mit Stefan Asang, Thomas Berger (M.) und Beate Rantzsch.

Quelle: Elinor Wenke

Trebbin. „Kranich-Express“ heißt ein neues Projekt in Trebbin, mit dem die Stadt Touristen, aber auch Einheimische auf umweltfreundliche Art durch die Nuthe-Nieplitz-Region kutschieren will. Der „Kranich-Express“ soll ein Elektro-Shuttle-Bus sein, der an Wochenenden und Feiertagen am Bahnhof Trebbin startet und endet und stündlich die Sehenswürdigkeiten der Region anfährt: Löwendorf, von wo es zum Turm geht, Glau mit Wildgehege und Friedenstadt, Blankensee und Schönhagen mit dem Flugplatz.

Der Berliner Filmemacher Stefan Asang

Der Berliner Filmemacher Stefan Asang.

Quelle: Elinor Wenke

Vom Tourismusverband Fläming wurde „Kranich-Express“ jetzt als eines von 19 Kreativ-Projekten favorisiert, die in die nächste Phase des Crowdfunding-Wettbewerbs „Fläming-Schmiede“ gehen. Gefördert wird das Vorhaben unter anderem von den Landkreisen Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark, von der IHK, dem Land und von Tourismusunternehmen. Am 18. November beginnt die Finanzphase, ab dann kann mit dem sogenannten Crowdfunding übers Internet Geld gesammelt werden. Zu diesem Zweck muss öffentlichkeitswirksam für das Projekt geworben werden – mit Fotos, Erklärungen und einem Video.

Bürgermeister Thomas Berger warb vor dem städtischen Elektroauto und vorder Kamera für das Projekt „Kranich-Express“

Bürgermeister Thomas Berger warb vor dem städtischen Elektroauto und vorder Kamera für das Projekt „Kranich-Express“.

Quelle: Elinor Wenke

Für die Filmaufnahmen, die allesamt am Dienstag über die Bühne gingen, hatte sich die Stadt keinen Geringeren als den Berliner Filmemacher Stefan Asang auserkoren. „Ich habe Crowdfunding-Videos gesehen, die sehr langweilig sind“, sagte der 46-Jährige. „Die Akteure sitzen in ihren Büros und schauen ernst in die Kamera. Das wollen wir anders machen.“

Begleitet wurde er von Beate Rantzsch, städtische Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit. „Wir drehen an den Stationen, die vom Shuttlebus angefahren werden sollen“, sagte sie. So war Asang mit Kamera und Mikrofon unter anderem am Wildgehege in Glau, auf dem Turm am Löwendorfer Berg und in Blankensee am Schloss unterwegs. „Der Kranich ist das Wahrzeichen des Naturparks Nuthe-Nieplitz“, erklärte Beate Rantzsch, „es wird ein Kleinbus mit sieben Plätzen sein.“

Benötigt werden zunächst 8000 Euro

Benötigt werden in der ersten Finanzetappe 8000 Euro, in der nächsten 6000 Euro. „Damit könnten wir zunächst die Bus-Leasingrate für 18 Monate finanzieren und damit zwei Sommer- und eine Wintersaison abdecken. Dazu führen wir noch Gespräche mit der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming“, sagte Rantzsch. Start ist im Frühjahr 2018.

Am Rathaus fuhr Bürgermeister Thomas Berger (CDU) mit dem stadteigenen Elektro-Auto vor und warb vor der Kamera für den „Kranich-Express“: „Als Modellstadt für Elektromobilität schneiden wir bei Elektrofahrzeugen pro 1000 Einwohner besser als die Stadt Berlin ab“, sagte er. „Und zum naturnahen Tourismus gehört auch, dass wir die Leute umweltfreundlich dorthin befördern.“

Neben dem Effekt für Touristen und Gewerbetreibende erhofft sich Berger einen Gewinn für die Einwohner: „Das kann eine attraktive Ergänzung zum spärlichen Personennahverkehr sein.“ Denn an den Wochenenden kommt man derzeit nicht per Bus von den Dörfern nach Trebbin.

Von Elinor Wenke

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