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Die Stadt wird total verkabelt

Luckenwalde Die Stadt wird total verkabelt

Mit einer neuen Kopfstelle hat der Kabelnetzbetreiber Primacom einen neuen Knotenpunkt am Woltersdorfer Kirchsteig zur Versorgung seiner Kunden mit Kabelfernsehen, Internet und Telefonie errichtet. Neben Primacom sind noch die Telekom und die Firma RFT im Stadtgebiet aktiv und sorgen für eine weitgehend flächendeckende Versorgung Luckenwaldes.

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Zwei Fertigbaucontainer bilden bald die Schaltzentrale für die Versorgung der Primacom-Kunden am Woltersdorfer Kirchsteig.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Ein riesiger mobiler Kranwagen setzte in dieser Woche zwei Fertigbaucontainer am Woltersdorfer Kirchsteig auf einer dafür vorbereiteten Bodenplatte ab. Passgenau wurden sie nebeneinander platziert. In dem Doppelcontainer befindet sich künftig die Kopfstelle beziehungsweise der Knotenpunkt, von dem aus die Luckenwalder Kunden des Kabelnetzbetreibers Primacom mit digitalem Kabelfernsehen, schnellem Internet und Telefonie versorgt werden. „Triple Play“ nennt sich das in der Fachsprache.

Breitband-Beauftragter ist zufrieden

Und da Hoch- und Tiefbau oft nahe beieinander liegen, sah man an der Ecke zur Lindenstraße schon fleißige Kabelschachter am Werk, die Schutzrohe für die zu verlegenden Glasfaserkabel in den ausgebaggerten Gräben ausrollten.

Für Christian von Faber war dieses Ereignis mehr als erfreulich. Seit Jahren bemüht sich der Breitband- und Telekommunikationsbeauftragte im Stadtplanungsamt darum, alle Bewohner Luckenwaldes „ans Netz“ zu kriegen. Denn da gab es erhebliche Lücken, wie er feststellen musste. So war das komplette Volltuchgelände überhaupt nicht mit Internet versorgt. „Die haben versucht, sich mit Sticks oder anderen Tricks zu behelfen“, berichtet von Faber, aber ein normaler Zustand war das nicht.

Ein großer Lastkran setzte die Container auf ihre Plätze

Ein großer Lastkran setzte die Container auf ihre Plätze.

Quelle: Hartmut F. Reck

Die Versorgung der 550 Wohnungen wurden mit Hilfe des Landkreises Teltow-Fläming in einem Interessenbekundungsverfahren ausgeschrieben. Das Rennen hat dabei das Unternehmen RFT gemacht, das übrigens auch handelseinig wurde mit der Wohnbaugenossenschaft Luckenwalde. Diese war vorher vertraglich an Primacom gebunden. Als der Vertrag auslief, schaute man sich auf dem Markt um und entschied sich für den Konkurrenten RFT.

Primacom, RFT und Telekom bringen Breitband nach Luckenwalde

Auch bei der städtischen Wohnungsbaugesellschaft „Die Luckenwalder“ waren die Verträge mit dem Kabel-TV-Versorger Primacom ausgelaufen. Doch dort hat man sich für eine Verlängerung der Gestattungsverträge in den Mietshäusern entschieden. So ertüchtigt nun die Firma Primacom ihr Netz mit der sogenannten Kopfstation am Woltersdorfer Kirchsteig mit digitalen Fernsehprogrammen, überregionaler Internetanbindung und Satelliten-Antennen für den Fall, dass die anderen Verbindungen ausfallen. Von dort gehen alle Signale aus, die über eine Vielzahl neu verlegter Kabel bis in die Haushalte transportiert werden. Primacom war und ist nicht der einzige Anbieter, der in jüngster Zeit seine Kabel verlegt hat. Dies taten ebenso der Konkurrent RFT und die Deutsche Telekom.

Neue Kabelschächte werden an vielen Straßen ausgebaggert wie hier in der Lindenstraße

Neue Kabelschächte werden an vielen Straßen ausgebaggert wie hier in der Lindenstraße. Links um die Ecke geht’s zur Kopfstelle der Primacom.

Quelle: Hartmut F. Reck

So hat die Telekom schon gegen Ende 2015 die Randbereiche der Stadt ausgerüstet, die bisher nur auf niedrigstem Niveau unter zwei Megabit pro Sekunde versorgt waren und weit weg vom Knotenpunkt der Telekom am Bahndamm lagen. Somit ist der Telekommunikationsbeauftragte der Stadt zufrieden, dass sie flächendeckend mit Breitband mit mindestens 16 Megabit pro Sekunde (MB/s) versorgt ist. Mit der Einschränkung des Stadtkerns, bei dem es noch Nachholbedarf gebe, so von Faber. Aber Konkurrenz belebt das Geschäft und die Versorgung der Stadt. So sei es toll, freut sich Christian von Faber, „dass wir in Luckenwalde drei leistungsfähige Versorger haben, mit jeweils eigenem und unabhängigem Versorgungsnetz. Das kann man sich kaum besser wünschen!“

Von Hartmut F. Reck

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