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Teltow-Fläming Die Tierseuchenzentrale ist einsatzbereit
Lokales Teltow-Fläming Die Tierseuchenzentrale ist einsatzbereit
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04:27 27.02.2018
Kreis-Tierärztin Silke Neuling vor den Containern, in denen bei Bedarf die Tierseuchenbekämpfungszentrale untergebracht wird. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Tierseuchenbekämpfungszentrum – was für ein schillernder Begriff für eine Einrichtung, die sich bei genauerer Betrachtung eher als eine schmucklose Koordinierungsstelle mit Materialausgabe und Probenannahme entpuppt. Zudem wirkt diese Einrichtung des Landkreises Teltow-Fläming äußerlich wie innerlich ganz bescheiden in einer eher tristen Umgebung. Untergebracht ist diese Tierseuchenbekämpfungszentrale in ein paar Containern, die etwas abseits auf dem Gelände des Feuerwehrtechnischen Zentrums (FTZ) in Luckenwalde stehen. Ihre Einrichtung besteht aus ausgemusterten Büromöbeln, die aber ihre Funktion noch erfüllen.

Effektivität statt Wohlfühlambiente

Hier geht es auch nicht um ein Wohlfühlambiente am Arbeitsplatz, sondern um Effektivität. Außerdem werden die Container nur im Notfall gebraucht und stehen ansonsten leer – bis auf die Kleiderkammer. Dort lagern Schutzanzüge und Gummistiefel in verschiedenen Größen, Atemschutzmasken, Autositzbezüge, Kadaversäcke, Müllsäcke, Kühlboxen für Proben, Verpackungsmaterial und Desinfektionsmittel – eben Sachen, die man so braucht, wenn eine Tierseuche ausgebrochen ist oder zu sein scheint.

Silke Neuling und Thomas Schröder vom Veterinäramt im Lager. Hier warten unter anderem Schutzanzüge und Gummistiefel auf ihren Einsatz. Quelle: Hartmut F. Reck

Dann bricht Betriebsamkeit aus. Die Mitarbeiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamts der Kreisverwaltung werden eintreffen, schlüpfen in ihre Schutzanzüge, nehmen weitere Exemplare ins Gepäck, beladen ihre Autos mit den notwendigen Utensilien und schwirren aus zu den Ställen oder in die freie Natur, wo verendete oder infizierte Tiere stehen, liegen oder vermutet werden.

Neben dem Lager-Container steht noch einer mit Büro, Probenannahme und Besprechungszimmer. In einem anderen sind zwei Umkleidekabinen untergebracht, in einem weiteren das Herren-Bad und in einem ganz neuen Container die Damen-Duschen. „Die Mehrheit unserer Mitarbeiter sind weiblich“, sagt Kreistierärztin Silke Neuling, die durch die Räume führt.

Im neuen Container ist das Damen-Bad untergebracht. Quelle: Hartmut F. Reck

Insgesamt hat ihr Amt 22 Mitarbeiter, davon sind acht Tierärzte. Die Außeneinsätze leitet Amtstierarzt Thomas Schröder, den Innendienst versieht die promovierte Veterinärmedizinerin und Amtsleiterin Silke Neuling in ihrem Büro im Kreishaus. Dazu gehört vor allem die Koordination mit anderen Ämtern und je nach Bedarf mit Polizei, Forst, Jägern und Feuerwehr. „So wird dann unsere Koordinierungsgruppe zu einem Katastrophenstab erweitert“, erläutert Neuling, „dieser wird schnellstens zusammengestellt, sobald wir einen positiven Befund haben.“

Beim ersten positiven Befund wird die Zentrale aktiviert

Dann wird auch die Zentrale auf dem FTZ-Gelände eingerichtet. Nun gilt es, die Herkunft und die Verbreitung der Seuche festzustellen, was bei Stalltieren einfacher ist als bei Tieren in freier Wildbahn. Dennoch muss beispielsweise untersucht werden, ob Tiere zwischen Infektion und Seuchenausbruch weiterverkauft wurden und wenn ja, wohin.

Nicht schick, aber zweckmäßig: Die Umkleidekabine für die Männer. Quelle: Hartmut F. Reck

Angesichts der wachsenden Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest sieht Silke Neuling den Landkreis gut gerüstet. „Wir sind seit Jahren auf so etwas vorbereitet“, sagt die Amtstierärztin, „und mit unserem Bekämpfungszentrum sind wir besser ausgestattet als die meisten anderen Landkreise.“ Andererseits könne man keinen kompletten Seuchenverlauf vorplanen. „Vielleicht die ersten drei Tage“, so Neuling, „dann müssen wir situationsbedingt reagieren.“

Die notwendigen Informationskanäle wie ein Bürgertelefon und eine Internetseite seien schon vorbereitet. Außerdem habe man die Hauptbetroffenen wie Landwirte, Jäger und praktizierenden Tierärzte mit Informationen und Handlungsempfehlungen geimpft.

Von Hartmut F. Reck

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