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Teltow-Fläming Die Welt im Miniatur-Format
Lokales Teltow-Fläming Die Welt im Miniatur-Format
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00:18 11.02.2016
Dieter Frisch aus Berlin zeigte bei den Mittenwalder Modellbahntagen zur Freude der Besucher seine „Trümmerbahn“. Quelle: Uta Schmidt
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Mittenwalde

Die Faszination an Modellbahnen ist ungebrochen groß. Das zeigte der Besucherstrom von rund 4000 Technikfans bei den 4. Modellbahntagen am Wochenende in Mittenwalde. Wie in den Vorjahren hatten die Modellbahnfreunde Telz zu dieser großen Schau der kleinen Bahnen auf 1000 Quadratmetern Fläche in die Mehrzweckhalle eingeladen, um das breite Spektrum dieses Hobbys bei der Schaffung von Miniaturwelten zu präsentieren. „Wie in jedem Jahr waren wir auch diesmal auf der Suche nach neuen Partnern, damit die Ausstellung auch für unsere Stammgäste spannend bleibt“, sagte Jan Hoehle vom Vereinsvorstand der Telzer Modellbahnfreunde.

Zu den Neulingen unter den Ausstellern gehörte Dieter Frisch aus Berlin. Sein Thema war die Berliner „Trümmerbahn“. Mit seiner Anlage ermöglichte der Senior einen Einblick in die Ruinenlandschaft der Großen Hamburger Straße unmittelbar nach Kriegsende. „Als Trümmerbahnen verkehrte damals alles, was irgendwie noch fahren konnte. Das Thema beschäftigt mich schon seit 30 Jahren, als ich die Anlage begonnen habe“, erzählte er. Als Vorlage dienten ihm alte Fotos. „Das schönste Kompliment kam bisher von Trümmerfrauen, die mir bestätigt haben, dass es damals wirklich so aussah“, berichtete der Bastler.

Zum ersten Mal in Mittenwalde dabei war auch Bernd Kuroswki mit dem „Mini-Trecker“. Auf der großen Anlage ließ er Landwirtschaftsfahrzeuge herumkurven. Sein Modell: ein „Landwirtschaftlicher Ausbildungsbetrieb“. Zur Begeisterung der Kinder konnten diese die Traktoren selbst steuern, ein Feld aus Kaffeesatz-Erde umpflügen oder Heu einfahren. „Das macht auch Spaß“, bestätigte der Schüler Tom Nerlich, der zu den jüngsten Mitgliedern der Modellbahnfreunde Telz gehört.

Mehr als 15 Partner aus Berlin und Brandenburg, wie die Regionalgruppe TT-Modellbau Berlin-Brandenburg und der Modelleisenbahnclub Berlin, zeigten bei den beliebten Modellbahntagen Anlagen in den Spurweiten von NN mit neun Millimetern Breite bis zu fünf Zoll wie bei der Gartenbahn. Auf mehr als 50 Metern Länge fuhren Dampf- und Dieselloks durch Fantasielandschaften auf der großen „Fremo-Anlage“ quer durch die Halle. Doch auch die kleinen Modelle zogen die Besucherblicke an. Ein Hingucker war die „amerikanische Wald-Bahn“ von Detlef Schulz. Der Marzahner stellte damit den Holzabbau im kalifornischen „Bear Valley“ durch die Lumber Company in den 1930er Jahren täuschend echt nach – vom Schlagen der roten Mammutbäume bis zum Transport und der Verarbeitung im Sägewerk. „Ich bin USA-Fan, habe mehrere Anlagen mit amerikanischen Bahnen und Landschaften“, sagte Schulz.

Die Telzer Modellbahnfreunde hatten ihre absolute Neuheit aufgebaut: Eine Anlage aus 19 Modulen, bei der die Weichen und Züge ausschließlich per Digitaltechnik über Computer gesteuert werden. „Die Anlage ist gerade in Betrieb gegangen, wir haben bis in die letzten Tage daran gearbeitet“, sagte Jan Hoehle. Der Vereinsvorsitzende Guido Wolter freute sich nicht nur über das große Besucherinteresse, sondern auch über das steigende Interesse am Verein. Seitdem dieser vor sechs Jahre gegründet und seit vier Jahren jeweils in den Winterferien in der Mehrzweckhalle die Modellbahntage veranstaltet, könne er einen starken Mitgliederzuwachs verzeichnen.

Von Uta Schmidt

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