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Teltow-Fläming Die echte Grippe greift um sich
Lokales Teltow-Fläming Die echte Grippe greift um sich
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02:15 12.02.2017
Vorsorgemaßnahme gegen die Ansteckungsgefahr: Angehörige sollen ihre Krankenbesuche auf ein Minimum reduzieren. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

15 Erkrankungen an der Influenza, also der „echten Grippe“, mussten seit dem vergangenen Wochenende bis Donnerstagmittag im DRK-Krankenhaus Luckenwalde diagnostiziert werden. Hinzu kommen zahlreiche Verdachtsfälle, die in der Klinik aufgenommen werden.

„Die Influenza ist aktuell sehr aktiv und breitet sich auch im Landkreis Teltow-Fläming rasant aus“, stellt Enrico Ukrow, Verwaltungsleiter des Luckenwalder Krankenhauses, fest. Um eine weitere Ausbreitung des Influenzavirus bestmöglich zu vermeiden, wurden in der Klinik bereits mehrere Vorsorgemaßnahmen getroffen.

Operationen verschoben, Isolierstation eingerichtet

Um genügend freie Krankenhausbetten für Grippepatienten zur Verfügung zu haben, werden geplante Eingriffe, die nicht so dringlich sind, verschoben. Eine Isolierstation für Influenza-Patienten wurde eingerichtet. In der Rettungsstelle gibt es jetzt für Verdachtspatienten einen separaten Eingang und ein eigens für sie eingerichtetes Behandlungszimmer.

Zudem bittet das Krankenhaus die Angehörigen von dort liegenden Patienten, ihre Besuche auf ein Minimum zu reduzieren, um die möglicherweise abwehrgeschwächten Krankenhausinsassen vor möglichen Ansteckungen zu schützen. Die Krankenhausleitung hat außerdem die Mitarbeiter aufgefordert, auf Händeschütteln zu verzichten und sich verstärkt regelmäßig die Hände zu desinfizieren. Geplante Vorträge und Veranstaltungen, bei denen immer mehrere Menschen in einem Raum zusammenkommen, wurden abgesagt.

Mitarbeiter sollen verstärkt auf Hygiene achten

„Gemeinsam mit Ärzten und Pflegekräften tun wir alles dafür, die uns anvertrauten Patienten sowie unsere Mitarbeiter wirksam vor einer Infektion zu schützen“, sagt Steffi Mai, die für Hygiene verantwortliche Ärztin des Krankenhauses. Die getroffenen Maßnahmen würden dabei in enger und regelmäßiger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Teltow-Fläming und der Krankenhaushygiene erfolgen.

Influenzaviren werden nach Angaben der Mediziner durch Tröpfchen übertragen, die insbesondere beim Husten oder Niesen entstehen. Weiterhin ist eine Übertragung durch direkten Kontakt der Hände mit kontaminierten Oberflächen und anschließendem Hand-Mund- oder Hand-Nasenkontakt möglich.

Amtsarzt rät zur nachträglichen Schutzimpfung

Auch wenn man sich eigentlich schon im Herbst, also noch rechtzeitig vor dem Beginn der Grippewelle, gegen Influenza impfen lassen sollte, könne auch jetzt noch eine Grippeschutzimpfung helfen. Dazu rät Amtsarzt Hans Floss, der das Sachgebiet für Hygiene und Umweltmedizin im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung von Teltow-Fläming leitet. „Mindestens zwei Wochen braucht der Impfstoff, bis er seine volle Kraft im Körper entfaltet“, erläutert Floss.

Von Hartmut F. Reck

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