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Die eigene Stimme hören

Woltersdorf Die eigene Stimme hören

Im Woltersdorfer Haus der Generationen gestalten Kinder in dieser Woche Hörspiele. Sie können selbst entscheiden, ob es laut oder leise wird, wer in der Geschichte mitspielen soll und ob es eher eine Actionstory oder ein modernes Märchen wird.

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Melanie Ott (3.v.r.) verteilt die Technik. Doch zuvor mussten die Mädchen und Jungen noch an ihrer Geschichte feilen.

Quelle: Margrit Hahn

Woltersdorf. Im Haus der Generationen in Woltersdorf sind in dieser Woche Spaß und Action angesagt. Zwölf Mädchen und Jungen zwischen 10 und 13 Jahren erfahren, wie ein Hörspiel entsteht. Medienpädagogin Melanie Ott hatte im vergangenen Jahr ein ähnliches Projekt in Potsdam angeboten. Als Beate Vogt vom Jugendbüro der Gemeinde Nuthe-Urstromtal davon erfuhr, war sie begeistert. Gemeinsam mit der Volkshochschule, dem Luckenwalder Klab und der Medienwerkstatt Potsdam wurde ein Talentcampus für die Osterferien organisiert.

Am ersten Tag bastelten die Teilnehmer Masken. Wer sie aufsetzte und darunter nicht sehen konnte, wurde von anderen Kindern durch die Räume geführt, wo man unterschiedliche Geräusche erkennen musste.

„Hat schon jemand eine Idee für das Hörspiel?“, fragte Melanie Ott. Die Vorschläge reichten von Abenteuer über Fußball, Natur oder Trommeln bis hin zu etwas Lustigem und Rätselhaftem. „Die Hörspiele dürfen nicht zu lang sein. Lieber kurz und gut als zum Einschlafen langweilig“, sagte die Medienpädagogin. Die Kinder sollten überlegen, wie sie ihr Hörspiel aufbauen wollen, ob es einen Erzähler oder verteilte Rollen geben sollte. „Überlegt euch gut, welche Geräusche oder Musik ihr braucht“, so Ott.

Am Freitag sollen die Hörspiele fertig sein. Bis dahin haben die Mädchen und Jungen ihre lebendige Geschichte fertig und kennen sich auch mit der Technik – wie Mikrofon und Schnittprogramm – aus. „Es ist lustig, meine eigene Stimme zu hören“, sagte Aljona (13). Sie ist Fan der Hörspielserie „Die drei Fragezeichen“ und hatte sich auf den Workshop gefreut. Am liebsten würde sie die Rolle eines Detektivs übernehmen.

Selbst Fatima Manukyan, die in dieser Woche im Haus der Generationen ehrenamtlich für das leibliche Wohl sorgt, wurde ins Programm einbezogen und musste in der Küche mit den Tellern klappern. Wael Karkoutli, der aus Syrien stammt, engagiert sich auch ehrenamtlich bei diesem Talentcampus. Er ist öfter in der Luckenwalder Jugendeinrichtung Klab und hat dadurch Kontakt zu den Kindern und kennt sich auch mit der Technik aus. Er gehört zum Team der Jungen, die ein Fußball- Hörspiel produzieren.

Von Margrit Hahn

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