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Die ersten neuen Bäume am Boulevard gepflanzt

Luckenwalde Die ersten neuen Bäume am Boulevard gepflanzt

Die ersten von insgesamt 28 neuen Linden im 1. Bauabschnitt des Boulevards sind gepflanzt. Die Exemplare aus der Baumschule sind bereits 17 Jahre alt und mindestens sechs Meter hoch. Dennoch ist das Vorgehen bei Politikern und Bürgern umstritten.

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Carsten Schulze (r.) und Frank Schmidt manövrieren den sechs Meter hohen Baum punktgenau in das Pflanzloch.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Die ersten neuen Lindenbäume auf dem Boulevard werden gepflanzt. Seit Montag ist das Unternehmen Garten- und Landschaftsbau Dominick aus Treuenbrietzen dabei, im ersten Bauabschnitt der sanierten Fußgängerzone die ersten Linden der Sorte „Tilia cordata Böhlje“ in die großen Pflanzlöcher zu bringen. Dienstagfrüh wurde der dritte Baum gesetzt.

„Insgesamt werden im ersten Bauabschnitt 28 Linden in der Breiten Straße und vier Ahornbäume in der Theaterstraße gepflanzt“, sagt Torsten Dutschke vom Stadtplanungsamt. Die Exemplare waren im September von Mitarbeitern der Stadt und dem Landschaftsarchitekten Horst Heinisch in einer Ketziner Baumschule ausgesucht worden.

Die Bäume sind bereits 17 Jahre alt

Die Bäume sind bereits 17 Jahre alt, mehrmals „verschult“ und sechs bis sieben Meter hoch. Ihr Stammumfang beträgt zwischen 30 und 35 Zentimetern. „Also keine kleinen Bäumchen, sondern stattliche Exemplare, die gute Chancen zum Gedeihen haben“, sagt Torsten Dutschke. Die Pflanzlöcher haben ein Volumen von zwölf bis 14 Kubikmetern.

„Zunächst bringen wir 16 Bäume in die Erde“, sagte am Dienstag Christin Dominick, Juniorchefin der Gartenfirma, „dafür brauchen wir bestimmt noch bis nächste Woche.“ Ihre Mitarbeiter Frank Schmidt und Carsten Schulze bugsieren unterdessen den laublosen Lulatsch mit Hilfe eines Baggers und dessen stählernen Gabelzinken in das Pflanzloch. Die Arbeit ist nicht auf die Schnelle getan. „Jeder Baum wird einzeln eingemessen und austariert, das braucht seine Zeit“, erläutert Frank Schmidt. Die Pflanzballen liegen etwa 60 Zentimeter tief in der Erde. Christin Dominick gibt mit fachmännischem Blick Hinweise, bis der Baum kerzengerade fixiert ist.

Optimales Pflanzwetter

Während sich bei ungemütlichen fünf Grad Celsius und Nieselregen die vorbeieilenden Fußgänger die Mantelkragen hochschlagen, schwärmt Christin Dominick: „Das ist das optimale Pflanzwetter – kein Frost und schön feucht.“ Wenn die Bäume in der Erde sind, werden sie ordentlich eingeschlämmt und gewässert, damit sie gut anwachsen können. „Allerdings sollte man es damit nicht übertreiben, weil sich die Bäume schon in der Ruhephase befinden“, sagt Christin Dominick. Straßenamtsleiter Jürgen Schmeier ergänzt: „Deshalb haben wir gewartet, bis die Bäume das Laub abgeworfen haben. Im Winter werden sie kaum Wasser brauchen.“

Nach Ansicht der Stadt und der Fachleute sollen die Linden bereits im nächsten Jahr auf dem Boulevard blühen. Wann die zweite Ladung der 28 Bäume gepflanzt wird, hängt vom Wetter ab. „Bei Frost kommen wir nicht in den Boden rein“, sagt Christin Dominick.

Baumfällungen umstritten

Die geplante und begonnene Fällung von insgesamt 47 Lindenbäumen wegen der aufwendigen Sanierung des Boulevards ist bei Politikern und Einwohnern umstritten. Von den Stadtverordneten wurde die Verwaltung beauftragt, die Möglichkeit einer Verpflanzung der noch vorhandenen 16 Bäume zu prüfen.

Von Elinor Wenke

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