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Die große Show zum Abschied

Zum 17. Mal gestalten Gymnasiasten eine Gala und sammeln noch einmal Bühnenerfahrung Die große Show zum Abschied

Politiker sind es vielleicht gewöhnt. Aber als Lehrer erlebt man doch eher selten eine Parodie über sich selbst auf einer Bühne – und das auch noch vor mehreren hundert Leuten.

JÜTERBOG. . Am Goethe-Schiller-Gymnasium von Jüterbog ist das allerdings möglich. Man möchte fast sagen, es ist zur Tradition geworden. Denn zum Abschluss ihrer Schulzeit geben die Schüler aus mehreren Kursen stets einen (sehr ironischen) Einblick in ihren Schulalltag.

Begonnen wurde die Tradition des sogenannten Gala-Abends schon vor über 15 Jahren. „Eigentlich kam der Anstoß dazu vom Förderverein“, erklärt Karsten Wolf, der als Lehrer von Beginn an in die Organisation des Programmes involviert war. In den ersten Jahren hatte die Vorstellung noch in der Aula des Gymnasiums stattgefunden. „Dieser Rahmen wurde dann aber bald gesprengt“, sagt Karsten Wolf. Daher baute man Kontakte zum „Haus“, dem Kulturzentrum in Altes Lager, auf.

Profitiert hat von der selbst organisierten Veranstaltung bisher wohl jeder Jahrgang. Neben den Einnahmen aus Eintritt und Pausensnacks, die vor allem für Feier zum letzten Schultag und den Abiball benötigt werden, gibt es aus Sicht von Karsten Wolf auch ganz andere Vorteile. „Der Großteil der Schüler hat bis dato noch nie vor 300 Leuten auf der Bühne gestanden“, erklärt er und findet, dass diese Erfahrung eine Bereicherung für die Entwicklung der Schüler sei.

An diesem Freitag wird es zum inzwischen 17. Mal Schauspieleinlagen der Abschlussschüler geben. Sie bemühen sich nicht nur um Komik, sondern auch um ein hohes fachliches Niveau. Schließlich verarbeiten sie das Wissen, das sie in ihren Grund- und Leistungskursen angesammelt haben. So manchem Besucher sind die Reise ins alte Rom (Latein), das soziale Gefüge eines Bienenstocks (Biologie) oder diverse selbst geschriebene Musikstücke sicherlich im Gedächtnis geblieben.

Doch für einen perfekten Spaß-Abend auf der Bühne sind durchaus anstrengende Wochen der Vorbereitung nötig. „Die Schüler opfern dafür einen Teil ihrer Freizeit“, berichtet Lehrer Karsten Wolf. Nicht nur das stundenlange Proben, sondern auch die Organisation muss geleistet werden, angefangen beim Anmieten des Saales über das Erstellen eines Programms bis hin zum Basteln der Kostüme.

Der erste Schritt des Abschieds verängstigt aber bei Weitem nicht alle. „Ich freue mich auf unseren Galaabend“, sagt Franziska Pekrul aus dem diesjährigen Abiturjahrgang, „immerhin haben wir alle hart an unseren Programmen gearbeitet und sind gespannt, wie sie beim Publikum ankommen.“ Noch laufen die Proben. Am Freitag gab es den ersten Versuch auf der Bühne im „Haus“. Da wurden den knapp 50 Beteiligten die eigenen Schwächen und Stärken deutlich – Anspruch für die letzten Proben in dieser Woche.

In den Augen vieler Jüterboger Gymnasiasten, die gerade das Ende ihrer Schullaufbahn im Blick haben, wird die bevorstehende Gala aber auch weniger ein lustiges Zusammensein als eher der Anfang vom Ende sein. Denn mit der Vorführung des Programmes neigt sich ihre Unterrichtszeit dem Ende zu. Schon bald folgt die letzte Klausur, der letzte Schultag, das letzte Zeugnis und schließlich der Abiball. „Es ist schon ein bisschen ,Winke-Winke’“, sagt Karsten Wolf.

Der Gala-Abends der Abiturienten am Goethe-Schiller-Gymnasium findet am Freitag, dem 22. Februar, um 19 Uhr im „Haus“ in Altes Lager statt. (Von Victoria Barnack)

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