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Die neue Bürgermeisterin ist die alte

Luckenwalde Die neue Bürgermeisterin ist die alte

Deutlicher Wahlsieg für die seit fast 16 Jahren amtierende Bürgermeisterin von Luckenwalde: Elisabeth Herzog-von der Heide holte die absolute Mehrheit und ließt ihre beiden Gegenkandidaten weit hinter sich. Darin sieht sie nicht nur eine Anerkennung für das von ihr bisher Geleistete, sondern auch einen Vertrauensvorschuss für die Zukunft.

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Großer Jubel herrschte bei der Wahlparty der SPD, als das Ergebnis so gut wie feststand. Elisabeth Herzog-von der Heide (3.v.l.) machte wieder das Rennen.

Quelle: FOTO: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Freude und Leid liegen oft eng beieinander. Diesen Stimmungswechsel erfuhr am Sonntagabend wohl die SPD-Bürgermeisterkandidatin Elisabeth Herzog-von der Heide am intensivsten. Erst das Entsetzen über das hohe Abschneiden der AfD auch in Luckenwalde und dann die Erleichterung über das eigene Wahlergebnis bei der gleichzeitig stattgefundenen Bürgermeisterwahl.

Der erste Stein fiel der seit annähernd 16 Jahren als Bürgermeisterin amtierenden Kandidatin fast hörbar vom Herzen, als um 19.10 Uhr das erste Ergebnis aus Frankenfelde eintraf: 63,7 Prozent für die Titelverteidigerin, 17,3 Prozent für den Einzelkandidaten Andreas Teichert und 19,0 Prozent für die Einzelkandidatin Nadine Walbrach.

Jubel bei der SPD-Wahlparty

Der erste Jubel brandete bei der SPD-Wahlparty im Festsaal der „Goldenen 33“ gleich über dem SPD-Büro auf. Aber noch wollte man sich nicht zu früh freuen. So sollte es auch nicht diesem sehr deutlichen Abstand zu den anderen Kandidaten bleiben, aber die 50-Prozent-Marke wurde bis zuletzt nicht unterschritten. Das heißt: Absolute Mehrheit mit 57,3 Prozent für die Amtsinhaberin und keine Chance für die mit 24,2 Prozent Zweitplatzierte Nadine Walbrach, in einer Stichwahl vielleicht doch das Rennen zu machen.

Auf ihren Handys verfolgten die Freunde und Unterstützer von Nadine Walbrach (Mitte) die Zwischenergebnisse

Auf ihren Handys verfolgten die Freunde und Unterstützer von Nadine Walbrach (Mitte) die Zwischenergebnisse.

Quelle: Hartmut F. Reck

Die schärfste Konkurrentin für die Bürgermeisterin zeigte sich in doppelter Hinsicht tief enttäuscht. Das Abschneiden der AfD ging ihr ebenso an die Nieren wie ihre eigene Niederlage. Da hatte sie zweifellos mehr erwartet und einen Wahlsieg nicht ausgeschlossen. Sie feierte mit ihren Freunden und Unterstützern in ihrem Küchenstudio. Hier verfolgte man die langsam eintrudelnden Ergebnisse aus den 16 Stimmbezirken und den drei Briefwahlbezirken per Handy übers Internet.

Der Einzelkandidat Andreas Teichert bei der Stimmabgabe

Der Einzelkandidat Andreas Teichert bei der Stimmabgabe. Hier mit Wahlhelferin Renate Ernst.

Quelle: Hartmut F. Reck

Durchaus beachtlich ist das Ergebnis, das Andreas Teichert eingefahren hat: 18,5 Prozent. Damit zeigte sich Andreas Teichert „völlig zufrieden und glücklich“, will dies aber nicht mit dem vergleichbar großen Ergebnis des AfD-Bundestagswahlergebnisses in Verbindung bringen. „Dazu habe ich viel zu viele soziale Themen angesprochen und eine klare Haltung gegenüber dieser Partei“, so Teichert.

Nadine Walbrach sieht sich bestärkt, dass etwas geändert werden muss

Nadine Walbrach ist dankbar, dass sie immerhin ein Viertel der Wähler hinter sich bringen konnte. „Ich habe sehr viel Zuspruch erfahren und wurde darin bestätigt, dass etwas verändert werden muss.“

Wahlsiegerin Elisabeth Herzog-von der Heide betrachtet ihren Wahlsieg nicht nur als Anerkennung für das bisher Geleistete, sondern auch „als Vertrauensvorschuss für die Gestaltung der Zukunft, dem ich gerecht werden möchte“.

Von Hartmut F. Reck

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