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Teltow-Fläming Die ostwestfälische Pointen-Schleuder
Lokales Teltow-Fläming Die ostwestfälische Pointen-Schleuder
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19:54 08.10.2017
Rüdiger Hoffmann im Luckenwalder Stadttheater. Quelle: Iris Krüger
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Luckenwalde

Legendär sind seine ostwestfälische Langsamkeit und seine emotionale Selbstbeherrschung, bevor er die Pointe setzt. Um diesen Komiker vorzustellen, braucht es nur ein Zitat, welches das Publikum im fast ausverkauften Luckenwalder Stadttheater am Sonnabend schon auf den Lippen hatte, bevor der die Bühne betrat: „Ja, hallo erst mal! Ich weißt gar nicht, ob Sie’s schon wussten . . .“ Klar, es geht um Rüdiger Hoffmann.

Seit 30 Jahren Comedy auf der Bühne

Der Comedian feiert derzeit seine 30-jährige Bühnenpräsenz und tourt mit seinem neuen Programm „Ich hab’s doch nur gut gemeint . . .“ durch das Land. Am Samstagabend servierte er den Zuschauern im Stadttheater wieder eine Fülle kabarettistischer Glanznummern. Dabei widmete er sich inhaltlich den kleinen und den großen Katastrophen eines Alltags aus der Ich-Perspektive. Im Fokus standen wieder mal absurde Geschichten, die so haarscharf an der Grenze der Realität spielen, dass sie möglicherweise genau so passiert sein können. Jedem menschlichen Missgeschick gewinnt Hoffmann noch etwas Gutes ab, zieht es mit gespielter Naivität ins Lächerliche. Seine Begründung, dass Lachen doch gesund sei, ist wiederum plausibel. Hoffmann sieht halt alles positiv.

Ein Zelt-Urlaub „wie in guten alten Zeiten“

So wie beim geplanten Urlaub mit seinen Bekannten Monika und Hans-Peter, der so wie in den guten alten Zeiten werden sollte. „Das hieß für sie: Zelten auf dem Campingplatz“, berichtete Hoffmann und das Publikum ahnte schon, dass das nichts wird. Anstatt die tollen neuen Möglichkeiten wie Caravans oder Bungalows zu nutzen, wurde das Zelt aufgestellt. Streng nach dem Motto „Es soll ja alles wie früher sein“. Allerdings habe früher kein Hundeklo neben dem Domizil gelegen, auch eine lautstarke Zirkus-Golfanlage gab damals es nicht. Und der Spielplatz hinter dem Zelt hätte eigentlich auch nicht gestört, wenn das Tor nur ein Netz gehabt hätte. Aber für die schlechte Lage kann man ja nichts. Schelmisch wischte Rüdiger Hoffmann alle Bedenken vom Tisch, frei nach dem Motto „Das Glas ist halb voll“ – meint aber genau das Gegenteil.

Fitnesswahn, Apps und Vegetarier

So wurden auch die Gepflogenheiten der Neuzeit nicht verschont. „Früher“, so erklärte er provokativ den jungen Theatergästen, „da gab es noch keine Handys. Da musste man sich noch so richtig unterhalten, so mit dem Mund.“ Auch der neuartige Fitnesswahn, Selbstheilung per App oder der Vegetarismus bekamen ihr Fett weg. Zwischendurch ließ es sich der Meister der Pointen nicht nehmen, in die Klaviertasten zu hauen und Eigenkompositionen zum Besten zu geben. Sie waren nicht weniger bissig als seine Texte und so eingängig, dass das Publikum mit einstimmen konnte.

Von Iris Krüger

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